Windbüchler zu Ausbildungspflicht: Regierung geht den falschen Weg

Jugendsprecherin der Grünen gegen Pflicht und Sanktionen

Wien (OTS) - "Kein Jugendlicher entscheidet sich bewusst gegen
eine Ausbildung. Die Problemstellung von 10.000 jungen Arbeitslosen unter 19 Jahren ist vielfältig und nicht auf eine Ursache rückführbar", erklärt die Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill auf den Vorschlag von Sozialminister Hundstorfer, eine Ausbildungspflicht für Jugendliche einzuführen. Auch Sanktionen bei Weigerung schloss Hundstorfer nicht aus. Jugendminister Mitterlehner meldet sich nun auch zu Wort und spricht sich zwar gegen Sanktionen aus, der gemeinsame Weg von ÖVP und SPÖ in die Zwangsverpflichtung Jugendlicher ist für die Grüne aber der falsche. "Eine Verpflichtung auf Ausbildung einzuführen, ohne die Angebote dafür auszubauen, geht völlig an der Alltagsrealität junger Menschen vorbei. Das jetzige Bildungs- und Ausbildungssystem gehört im ersten Schritt reformiert, im zweiten kann dann darüber nachgedacht werden, wie die Potentiale junger Menschen am besten ausgebildet werden können", so Windbüchler-Souschill, und weiter:
"Viel vernünftiger wäre eine staatliche Garantie auf Ausbildung einzuführen".

Die Jugendsprecherin der Grünen fordert die Regierung auf, endlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, jungen Menschen mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Als wichtigste Schritte sieht Windbüchler-Souschill einen Plan gegen Jugendarmut, die Attraktivierung der Lehre durch faire Bezahlung und die Schaffung neuer Lehrberufe. Weiters fordert sie "gesetzliche Rahmenbedingungen für das freiwillige Engagement und die dazugehörige Anrechenbarkeit bei der Ausbildung, ein PraktikantInnen-Ausbildungsgesetz und ein Ende der prekären Beschäftigungsverhältnisse für junge Menschen, wie etwa Werkverträge und freie Dienstverträge für unter 30jährige. Nur so kann der jungen Generation eine Zukunft geboten werden".

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