AWO: Starke Präsenz Österreichs auf Tschechischer Baumesse

Wirtschaftsdelegierter Seiwald: Bauboom in Tschechien zwar vorerst vorbei - jetzt ist es wichtig Kontakte zu knüpfen um dann vom Aufschwung zu profitieren

Wien (OTS/PWK275) - Österreich, einer der bedeutendsten Handelspartner Tschechiens, nimmt diese Woche wieder mit einem offiziellen Österreichstand auf den internationalen Baumessen (IBF) in Brünn teil. Mehr als 40 österreichische Unternehmen präsentieren die neuesten Entwicklungen und Dienstleistungen im Bau- und Infrastrukturbereich, elf davon am Österreichstand der gemeinsam vom AußenwirtschaftsCenter Prag und der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ organisiert wurde. Ein Schwerpunkt der österr. Aussteller liegt dieses Jahr auf energieeffizientes Bauen und thermisches Sanieren. Traditionell gehört Österreich zu den wichtigsten Ausstellerländern auf der IBF. Begleitend zum Österreichstand bietet das AußenwirtschaftsCenter Prag am 14. April ein Fachforum für tschechische Unternehmer zum Thema "Energieeffizientes Bauen" an, bei dem namhafte österreichische Firmen ihre Expertise in diesem Zukunftssegment präsentieren.

"Auch wenn der langjährige Bauboom in Tschechien vorerst vorbei zu sein scheint, ist es gerade jetzt wichtig Präsenz zu zeigen, um sich einen Startvorteil sichern zu können, wenn die Baukonjunktur wieder anspringt. Die IBF bietet eine gute Chance für österreichische Unternehmen in Tschechien Flagge zu zeigen und Kontakte zu knüpfen", zeigt sich Nikolaus Seiwald, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Prag, optimistisch. Die Bauproduktion brach 2010 um 7,8% ein, die Zahl der begonnenen Wohnungsneubauten sank um 25%, die Zahl der fertiggestellten Wohnungen um 5,3%. Für rote Zahlen sorgte sowohl der Ingenieurbau (-6,7%) als auch der Hochbau (-8,4%). Seiwald: "Der Einbruch in der Bauwirtschaft war durch die teilweise ungünstigen Witterungsbedingungen und den allgemeinen Rückgang von privaten und öffentlichen Aufträgen verursacht. Der Bauboom in Tschechien ist zwar vorerst vorbei, jedoch ist es essentiell in der Konjunkturdelle bereits die Kontakte zu knüpfen um dann am Aufschwung voll mit partizipieren zu können."

Nach dem Konjunktureinbruch im Jahre 2009 (-4,2%) hat sich die Wirtschaft Tschechiens im Jahre 2010 wieder erholt - das Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahresvergleich um 2,2%. Die positive Entwicklung wurde vorwiegend durch die exportorientierte Industrie getragen. Der tschechisch-österreichische Außenhandel, der im Krisenjahr 2009 um 1,6 Mrd. Euro auf ein Volumen von 6,8 Mrd. Euro geschrumpft war, hat sich 2010 wieder äußerst dynamisch entwickelt:
Die österreichischen Exporte nach Tschechien stiegen um 20% auf 4,1 Mrd. Euro und die Importe aus Tschechien um 23% auf EUR 4,15 Mrd. Damit hat sich der Außenhandel zwischen Österreich und Tschechien im Vergleich zu Österreichs weltweitem Außenhandel (Exporte: +16,5%, Importe: +16,3%) überdurchschnittlich gut entwickelt und hat mit einem Volumen von 8,25 Mrd. Euro beinahe wieder den Höchststand des Jahres 2008 erreicht. (BS)

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