GPA-djp: Atypisch Beschäftigte wählen ihre Interessenvertretung

Mitbestimmung durch direkte Wahl zum Bundesausschuss der Interessengemeinschaft work@flex

Wien (OTS/GPA-djp/ÖGB) - Mit der direkten Wahl zum Bundesausschuss der work@flex bestimmen atypisch Beschäftigte - z.B. freie DienstnehmerInnen oder WerkvertragsnehmerInnen - innerhalb der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) selbst, welche Forderungen und Themen den Schwerpunkt der gewerkschaftlichen Arbeit bilden. Die Eintragungsfrist für die Wahl endet am 15. April. Gewählt wird von 27. April bis 20. Mai.++++

Die GPA-djp work@flex vertritt die Interessen von Menschen mit freiem Dienstvertrag, Werkvertrag oder auch sog. "neue Selbständige". Ziel der work@flex ist die arbeitsrechtliche Absicherung aller ArbeitnehmerInnen, die persönlich und wirtschaftlich abhängig sind. Denn auch sie haben ein Recht auf vernünftige arbeits- und sozialrechtliche Absicherung wie z.B. bezahlten Urlaub, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Arbeitslosenversicherung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Abfertigung oder betriebsrätliche Vertretung.

In den letzten Jahren konnte die Zahl der freien Dienstverträge um rund 20 Prozent gesenkt werden. In Bereichen wie bei Call Center Betreibern oder bei TrainerInnen in der Erwachsenenbildung konnten zahlreiche freie Dienstverträge in rechtlich korrekte Angestelltenverhältnisse umgewandelt werden. Das ist ein großer Erfolg jahrelanger, konsequenter gewerkschaftlicher Arbeit der work@flex in der GPA-djp. "Damit hat die Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp die Besserstellung der freien DienstnehmerInnen erfolgreich vorangetrieben", sagt Randolf Destaller, Vorsitzender der work@flex.

Auch beim Thema Frauenquote ist die work@flex Vorreiterin. Der derzeitige Bundesausschuss hat einen Frauenanteil von 50 Prozent. Auch bei der kommenden Wahl kandidieren ebenso viele Frauen wie Männer. Damit spiegelt der Bundesausschuss die Geschlechterverteilung der Mitglieder punktgenau wider.

Dass bereits Anfang 2000 gestartete Konzept der GPA-djp, neue Bereiche der Arbeitswelt mit innovativen Beteiligungsmöglichkeiten anzusprechen, funktioniert. Die GPA-djp konnte 2010 ein Mitgliederplus erreichen. "Insgesamt machen die Interessengemeinschaften mit ihrer Sensibilität für neue Interessenlagen die GPA-djp zur einer modernen Gewerkschaft in Österreich", betont Randolf Destaller.

Das Erfolgsmodell soll nun auch exportiert werden. Der slowakische Gewerkschaftsbund arbeitet derzeit gemeinsam mit der GPA-djp an einem ähnlichen Modell um die gewerkschaftliche Betreuung von Scheinselbständigen in der Slowakei zu verbessern. Betroffen sind auch traditionelle Berufe wie Beschäftigte bei Banken, Bürokräfte oder KFZ-MechanikerInnen.

Alle Informationen zur Wahl der Interessengemeinschaft work@flex in der GPA-djp finden sich unter www.gpa-djp.at/flex

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GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Elisabeth Schnallinger
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E-Mail: elisabeth.schnallinger@gpa-djp.at
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