Greenpeace: Einstufung des Fukushima-Reaktorunfalls auf INES 7 kommt viel zu spät

Verantwortungsloser Umgang der japanischen Regierung mit der Sicherheit der Bevölkerung

Wien/Tokio (OTS) - Greenpeace kritisiert die viel zu spät erfolgte Einstufung des Reaktorunfalls in Fukukshima Daiichi auf der höchstmöglichen Stufe der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES). Die Umweltorganisation appelliert erneut an die japanische Regierung, unverzüglich weitere Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der betroffenen Bevölkerung einzuleiten.

Bereits vor drei Wochen hatte Greenpeace dazu aufgefordert, die Katastrophe auf der höchstmöglichen Stufe der internationalen Bewertung einzuordnen und die Evakuierungszone auszuweiten. Das wochenlange Herunterspielen des Unfallausmaßes seitens Atomindustrie und japanischer Regierung wird von der Umweltorganisation auf das Schärfste verurteilt: "Die Geschichte atomarer Unfälle ist eine Geschichte der Vertuschung, Desinformation und des Herunterspielens. 25 Jahre nach Tschernobyl werden auch in Fukushima die Konsequenzen der AKW-Katastrophe kleingeredet. Die japanischen Behörden haben einen ganzen Monat gebraucht, um den Unfall endlich richtig einzustufen - auf die höchste Stufe der INES Skala.", so Niklas Schinerl Anti-Atomsprecher von Greenpeace und weist auf die weiter bestehende Gefahr hin: "Der Reaktorunfall ist noch lange nicht ausgestanden. Wenn es den unter Hochdruck arbeitenden Einsatzkräften nicht gelingt, die Kühlung unter Kontrolle zu halten, droht eine weitere Eskalation der Situation vor Ort."

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