Glawischnig: Kritik an Atom-Aussagen von Heinz Fischer

Grünes Gesprächs-Angebot an Bundespräsidenten: "Von raschem Atomausstieg überzeugen"

Wien (OTS) - "Die aktuellen Aussagen von Bundespräsident Heinz Fischer, in denen er wörtlich vor einem "übereilten Atomausstieg" warnt, spiegeln nicht die Sorgen und Wünsche der österreichischen Bevölkerung wider. Angesichts der Tatsache, dass Fukushima nun auch von den japanischen Behörden als ein mit Tschernobyl gleichzusetzender Super-Gau eingestuft wurde, ist der Bundespräsident nicht gut beraten, beim Ausstieg aus der Atomkraft und dem Umstieg auf Erneuerbare Energie zu bremsen", sagt Grünen-Chefin Eva Glawischnig. Sie befürchtet, dass Österreichs Staatsoberhaupt nicht ausreichend über die Gefahren durch Atomkraft und die erwiesene Machbarkeit eines Ausstiegs informiert ist. "Vor allem ein Land wie Österreich, das umzingelt ist von AKW, viele davon schrottreif, sollte sich als Speerspitze für einen raschen Aus- und Umstieg aus der Atomkraft stark machen. Das erwartet sich die österreichische Bevölkerung vor allem von ihrem Bundespräsidenten."
Glawischnig kündigt an, sich um einen persönlichen Termin bei Heinz Fischer bemühen zu wollen. "Wir stellen dem Bundespräsidenten gerne unsere Expertise zur Verfügung: Die Gefahren der Atomkraft sind unberechenbar. Und die Atomlobby will den Atomausstieg nur aus einem Grund verhindern: Um weiterhin Milliardenprofite zu machen. Um Versorgungssicherheit geht es dabei nicht. Außerdem würde ich Heinz Fischer gerne überzeugen, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien rascher und einfacher zu bewerkstelligen ist, als die Atomlobby uns weiszumachen versucht", sagt Glawischnig.

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