AMA Marketing: Ostern heuer erstmals gänzlich ohne Käfigeier

Bio-Anteil bei Eiern deutlich gestiegen

Wien (OTS) - Immer mehr heimische Konsumenten greifen an den Osterfeiertagen zu bereits fertig gekochten und gefärbten Eiern. Aus dem Lebensmitteleinzelhandel sind Käfigeier mittlerweile zur Gänze verschwunden. Dafür boomt Bio-Ware wie nie zuvor. Der Importdruck auf den heimischen Markt bleibt aber hoch. Der Verarbeitungsbereich und die Gastronomie greifen nach wie vor gerne zu billigerer, importierter Käfigware. Dies geht aus jüngsten Erhebungen im Rahmen der RollAMA und aus Zahlen der Statistik Austria hervor.

Im Jahr 2010 wurden in Österreich rund 680 Mio. Frischeier für Privathaushalte im Wert von rund EUR 163 Mio. gekauft. Die mengenmäßig größten Verkäufe finden jedes Jahr im 1. Trimester statt, 2010 waren das von Jänner bis April rund 197 Mio. Eier. Davon entfallen rund 50 Mio. allein auf die Tage rund um Ostern, etwa 31,5 Mio. davon werden bereits vorgekocht erstanden. Dieser Anteil steigt von Jahr zu Jahr. 21% aller Eier werden laut AMA über alternative Vertriebsquellen bezogen, die anderen 79% über den Lebensmitteleinzelhandel. Innerhalb des Handels wiederum entfallen 38% auf die Diskonter.

Erstmals keine Käfigeier mehr im Handel

Seit dem 01.01.2009 ist in Österreich das Käfighaltungsverbot für Legehennen in Kraft. Im Lebensmittelhandel wurden 2010 so gut wie keine Eier aus Käfighaltung angeboten, was darauf schließen lässt, dass der Handel zu einem großen Teil auf heimische Produktion zurückgreift. Die mengenmäßig größte Gruppe mit 65,5% Anteil sind Eier aus Bodenhaltung, gefolgt von Freilandeiern mit 22,7% und Bio-Eiern mit 11,8%.

Eierpreise leicht gesunken

Aufgrund der unterschiedlichen Preise gestalten sich die Wertanteile mit 55% Bodenhaltung, 27% Freilandeiern und 18% Bio-Eiern doch deutlich anders als die Mengenanteile. Der Durchschnittspreis für eine Packung mit zehn Eiern stieg von 2009 auf 2010 von EUR 2,42 auf 2,47. Im Segment der Freilandeier ist ein minimaler Preiszuwachs zu verzeichnen - von EUR 2,06 auf 2,09. Auch die Bio-Eier konnten von EUR 3,71 auf 3,74 leicht zulegen. Der Pro-Kopf-Verbrauch hat sich seit Jahren bei rund 235 Eiern eingependelt.

Bio-Anteil entwickelt sich nach oben

Vom allgemeinen Bio-Boom im Jahr 2010 profitierte auch das Segment Eier. Mit 11,8% Mengenanteil erreichten Bio-Eier im Lebensmitteleinzelhandel ihr bisheriges All Time High. Wertmäßig schlug sich diese Entwicklung sogar mit einem Anteil von 18% nieder.

Eiermarkt steht weiter unter hohem Importdruck

Nach Österreich wurden im Jahr 2010 Eier im Wert von rund EUR 41 Mio. importiert. Das ist nach Jahren wieder ein Rückgang, und zwar von mehr als 8% zur Vorjahresperiode. Auch der Kilopreis von EUR 1,79 weist darauf hin, dass es sich hier um preisgünstigere Ware handelt. Der Export wiederum hat um 23% zugelegt und erreichte einen Wert von fast EUR 15 Mio. Beachtlich ist auch der höhere Kilopreis, von nunmehr EUR 2,02.

"Im österreichischen Lebensmittelhandel sind keine Käfigeier mehr zu finden. Unser Handel setzt zunehmend auf regionale Lieferanten und unterstützt damit die Landwirtschaft. Im Verarbeitungsbereich und der Gastronomie ist das aber großteils noch immer ganz anders. Dort zählt vorzugsweise der niedrige Preis. In diese Bereiche fließen auch große Mengen billige, importierte Eier aus Käfighaltung. Wir steuern dieser Entwicklung entgegen und haben schon im Vorjahr AMA-Gütesiegel-Richtlinien für Ei-Produkte und -Verarbeitungsprodukte entwickelt. Auch das AMA-Gastro-Siegel sichert im gastronomischen Bereich die Herkunft ab", berichtet Rudolf Stückler, AMA Manager für Fleisch und Eier.

Das Spezielle an AMA-Gütesiegel-Ostereiern

Mit dem AMA-Gütesiegel gekennzeichnete Ostereier stammen von streng kontrollieren Gütesiegel-Legehennenbetrieben. Es werden nur Frischeier der ursprünglichen Güteklasse A sowie der Haltungsformen Bio, Freiland oder Boden zum Färben herangezogen. Das heißt unter anderem, sämtliche sich bei der Färberei befindliche Eier müssen mit dem Erzeugercode gestempelt sein. Die Färbereien werden mehrmals pro Saison kontrolliert. Die verpflichtende Angabe der Haltungsform auf den Ostereierpackungen mit dem AMA-Gütesiegel dient der Transparenz. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Rudolf Stückler, AMA Manager für Fleisch und Eier,
Tel. 01/33151-412, E-Mail: rudolf.stueckler@ama.gv.at

Hermine Hackl, Unternehmenskommunikation, Tel. 01/33151-404,
E-Mail: hermine.hackl@ama.gv.at

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