8. Bundestag der Landwirtschaftslehrergewerkschaft

Vorsitzwechsel bestätigt

Wien (OTS) - Beim 8. Bundestag der GÖD-Bundesvertretung der Landwirtschaftslehrer/innen in Salzburg wurde der seit Jänner 2011 im Amt befindliche Vorsitzende Dominikus PLASCHG (FCG) mit 100% der Delegiertenstimmen eindrucksvoll für die nächste Funktionsperiode gewählt bzw. bestätigt.

Seinem langjährigen Vorgänger Fritz RINNHOFER (FCG) wurde in Form der Verleihung des GÖD-Ehrenzeichens in Gold, das er aus den Händen von GÖD-Chef Fritz NEUGEBAUER erhielt, gebührend gedankt.

Die bevorstehenden Verhandlungen zum neuen Lehrerdienstrecht waren naturgemäß auch am Bundestag der Landwirtschaftslehrergewerkschaft Thema der Beratungen, nachdem Gastredner Fritz Neugebauer von einer "durchaus positiven Stimmungslage" aus dem ersten Gespräch mit den Regierungsvertretern sprach.

Plaschg erhofft sich von einem neuen einheitlichen Dienstrecht endlich ein Ende der Diskriminierung der Landwirtschaftslehrer. "Denn was an den übrigen berufsbildenden Schulen eine Selbstverständlichkeit ist - nämlich gleiche Lehr- und Lernbedingungen für mittlere und höhere Schulen - ist im Bereich der Landwirtschaftsschulen anders. Trotz größer werdender Schulstandorte wird hier die Einführung von Direktor-Stellvertretern, Administratoren, Abteilungsleitern oder Heimleitern vom Bund sabotiert" so Plaschg.

Andererseits könne die Landwirtschaftslehrergruppe in punkto Ganztagesschulen einen wertvollen Erfahrungsinput in die Verhandlungen bringen, da diese Schulform in den Landwirtschaftsschulen seit Jahrzehnten verwirklicht sei.

Kritik übte Plaschg neuerlich an der Co-Finanzierungspraxis der Lehrerkosten durch das Finanz- bzw. Landwirtschaftsministerium. Während in allen anderen Schularten eine auf die Schülerzahl bezogene Ressourcenzuteilung erfolgen würde, hat man den Bundesbeitrag für die Landwirtschaftsschulen einfach gedeckelt und eingefroren. Plaschg wörtlich: "Es ist inakzeptabel, dass selbst kleine Gehaltserhöhungen oder im Besoldungssystem begründete Strukturkostensteigerungen im Gegenzug zu Kürzungen des Stellenplanes und so zu Entlassungen von Junglehrern führen! Ein äußerst gefragtes Schulangebot soll offenbar behindert und beschnitten und so seiner weiteren Entwicklungschancen beraubt werden."

In den am Bundestag von den Delegierten beschlossenen Anträgen fanden all diese Themen ihren entsprechenden Niederschlag.

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