Höllerer: Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg

Moderne Bäuerinnen setzen auf gute Aus- und Weiterbildung

Parndorf (OTS) - "Österreichs Bäuerinnen kommt eine zentrale Rolle zu bei der Sicherung der bäuerlichen Familienbetriebe, aber auch bei der Erhaltung lebenswerter Strukturen auf dem Land. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft, weil sie Nahrungsmittel in höchster Qualität erzeugen und mit ihrer Arbeit auch die Kulturlandschaft und Naherholungsräume erhalten. Rund 40% der Höfe sind bereits in weiblicher Hand und drei von vier bäuerlichen Familienbetrieben werden partnerschaftlich geführt. Es ist daher an der Zeit, dass die große Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft auch nach außen sichtbar wird. Bäuerinnen sollen daher künftig in allen Organisationen der Agrarwirtschaft und des ländlichen Raumes in angemessener Weise vertreten sein", erklärte Anna Höllerer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der LK Ö, anlässlich des heutigen Bundesbäuerinnentages in Pamhagen zum Thema "Bäuerinnen.Zukunft.Gestalten".

Zuwachs an fachlicher Qualifikation

Österreichs Bäuerinnen brauchen immer mehr unternehmerische Kompetenzen, um neue Einkommenschancen in den klassischen landwirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern zu nutzen oder neue Dienstleistungen und Kooperationen mit Schulen, Handel und/oder Gastronomie aufzubauen beziehungsweise zu sichern. Die allgemein recht positive Einstellung der heimischen Landfrauen zu einer fundierten Aus- und Weiterbildung kommt auch im großen Interesse an Kursen und Lehrgängen des Ländlichen Fortbildungsinstitutes (LFI) zum Ausdruck: Demnach sind von den bundesweit rund 311.000 Kursteilnehmern bereits mehr als die Hälfte weiblich. Dies zeigt einmal mehr, dass die modernen Bäuerinnen großen Wert auf ihre berufliche Qualifizierung legen und alles daran setzen, um sich für die künftigen Herausforderungen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum bestens vorzubereiten, so Höllerer. Einen besonderen Schwerpunkt setzt dabei das LFI-Bildungsprojekt ZAM (Zukunftsorientierte Agrarwirtschaftliche Motivation), das insbesondere für Landwirtinnen Spezialwissen zu den Themen Agrarwirtschaft und -politik, Unternehmensführung und Persönlichkeitsbildung bietet.

Gerade in den letzten Jahren haben die Frauen in der Landwirtschaft unter Beweis gestellt, dass sie flexibel auf neue Herausforderungen reagieren und durch Zu- und Nebenerwerb ein zusätzliches Einkommen für den Bauernhof erwirtschaften. Hinzu kommt ihr hoher Arbeitseinsatz in Haushalt und Familie, insbesondere bei der Pflege und Betreuung alter und kranker Familienangehörige, betonte die Bundesbäuerin.

Landwirtinnen sichern bäuerliche Werte & Tradition

Den Bäuerinnen kommt nicht nur bei der Sicherung des Familieneinkommens ein überaus hoher Stellenwert zu, sondern auch bei der Bewahrung all jener inneren Werte, die eine landwirtschaftliche und nachhaltige Lebensweise in den Familien und in ländlichen Gemeinden kennzeichnen. Es ist vielfach ein Verdienst der Landfrauen, wenn heute in vielen Ortschaften nach wie vor alte Bräuche im Jahreslauf gepflegt und auch weiterentwickelt werden.
"Mit ihrem Beispiel und Engagement geben Österreichs Bäuerinnen vor allem der nachfolgenden Generation eine wertvolle Orientierung mit auf den Weg. Der Beruf Landwirtin ist mit seiner guten Vereinbarkeit von Familie und Arbeit, Selbstständigkeit und Naturverbundenheit heute moderner denn je und wird künftig auch für immer mehr junge Frauen vor allem aus den nichtagrarischen Bereichen zu einem attraktiven, nachhaltigen Zukunftsberuf", ist Höllerer überzeugt. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ARGE Österreichische Bäuerinnen in der LK Österreich
DI Michaela Glatzl,
Tel.01/53441-8517;
e-mail: m.glatzl@lk-oe.at

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