Österreichischer Arbeitskreis Kunststoffrohr Recycling ÖAKR

ÖAKR-Jubiläumsfest mit Kunstwettbewerb "vom Rohrstück zum Kunststück"

Wien (OTS) - Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens lud der ÖAKR am 5.4.2011 zum Jubiläumsfest ins Schloss Schönbrunn Tagungszentrum. Zahlreiche langjährige Wegbegleiter waren gekommen, um dem ÖAKR zu gratulieren. Die Sektionschefs DI Dr. Leopold Zahrer (Lebensministerium) und Mag. Dr. Michael Losch (Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend) sowie Roel van't Veer vom europäischen Kunststoffrohrverband TEPPFA würdigten in ihren Beiträgen unter anderem den Weitblick, den die ÖAKR-Mitglieder mit der Gründung dieses europaweit vorbildhaften Systems im Jahr 1991 bewiesen hatten.

ÖAKR nachhaltig erfolgreich

Die Sammelmengen des österreichweit flächendeckenden Systems stiegen stetig, seit 2004 konnten sie verdreifacht werden. 2010 wurde mit 1.422 Tonnen Altrohren und bei der Verlegung anfallender Verarbeitungsreste ein neuerlicher Sammelrekord aufgestellt.

Wie nachhaltig der Nutzen des ÖAKR-Systems konkret ist, zeigte DI Mag. Harald Pilz von der denkstatt GmbH und Autor der Studie "Kunststoffrohr-Recycling: Beiträge des ÖAKR zur Nachhaltigkeit (März 2011)". So konnten allein im Jahr 2010 1.740 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht etwa 8,1 Millionen PKW-Kilometern oder 240.000 Betriebsstunden von 1.000 Energiesparlampen (11 Watt). Durch den ÖAKR wurden 2010 74.000 Gigajoule an Primärenergie eingespart. Dies entspricht wiederum dem jährlichen Energieaufwand zur Erzeugung von Warmwasser für 29.000 Menschen - wie etwa für die bgld. Landeshauptstadt Eisenstadt und die oö. Bezirkshauptstadt Braunau/Inn zusammen.

Wie SC Mag. Dr. Losch ausführte, lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit in industriellen Bereichen mit effizientem, d.h. kostensparendem, Einsatz von Energie und Material steigern. "Die große Chance für Österreich und auch für den europäischen Markt liegt in der Rohstoff- und Energieintelligenz als Schlüssel für den technischen Fortschritt. Die heute auftretenden Knappheiten im Rohstoffbereich unterstreichen die Bedeutung des Wandels zu ökologischen Märkten", so Losch.

Während ÖAKR Obfrau Mag. Gerda Aichinger und Obmann-Stv. DI Elmar Ratschmann die Meilensteine und Erfolge der letzten 20 Jahre sowie das Recyclingsystem per se präsentierten, unternahm Obmann-Stv. Mag. Karl Aigner mit Geburtstagswünschen des ÖAKR einen Blick in die Zukunft: mit dem innovativen ÖAKR-Systempartner Reststofftechnik die Sammelmenge weiter steigern, die Kunden mit der für sie kostenlosen Serviceleistung und der Möglichkeit zur umweltgerechten Beschaffung weiterhin zufrieden stellen sowie weitere Kunststoffrohrhersteller für die ÖAKR-Mitgliedschaft gewinnen. Aktuell finanzieren die 12 Mitgliedsunternehmen Agru, Dietzel-Univolt, Egeplast, Geberit, Glynwed, Ke Kelit, Kontinentale, Martoni, Pipelife, Poloplast, Rehau und Uponor das System.
Kunstwettbewerb "Kunststoffrohr Recycling einmal anders: vom Rohrstück zum Kunststück"

Begleitet wurde das Fest von einem Kunstwettbewerb, in dessen Rahmen auch Rohre, die schon jahrzehntelang hinter Mauern und unter der Erde zuverlässig ihren Dienst versehen hatten, in Form von Kunstobjekten renommierter Künstler auf die Bühne geholt wurden. Die Festgäste wählten die Installation "VerwertBAR" von Arni Pichler aus Schauersberg zum Gewinner. Der Linzer Manfred Kielnhofer, Witold J. Pawlik und Christopher Rhomberg aus Wien und Herbert Schmid aus Gunskirchen erhielten für ihre Kunstobjekte aus Altrohren und Rohrresten Anerkennungspreise. Die eigens für das Jubiläumsfest angefertigten Kunstwerke sind käuflich.

Arni Pichler : "Die Idee zur künstlerischen Umsetzung basiert zum einen auf dem Wortspiel "verwertBAR". Zum anderen ist es sehr erfreulich, dass in zunehmendem Maße Reststoffe verwertet werden. Um diesem positiven Umstand eine feierliche Note zu geben, kreierte ich die "verwertBAR". Der Kreislauf des Recycelns wurde durch Verwendung von Materialien in verschiedenen Verarbeitungsstadien aufgezeigt:
noch zu verwertende Rohre wie Hocker und Tische, das bereits gemahlene Granulat als Tischplatten, Sitzauflagen sowie aus Granulat entstandene Gegenstände wie Trinkbecher". VP: 3.000,00 EUR. www.pichler.dk

Objektinstallation/multifunktionale Rohrobjekte von Manfred Kielnhofer: Die Multiverwendbarkeit steht im Vordergrund der minimalistisch weißen Objektserie. Die großformatige Rohrzusammenstellung ist verwendbar als Tisch und idealerweise mit dem zweiten Objekt, gespiegelt als Deckenlampen. Die Objekte sind auch als Blumenbeet, Regal, Ablage, Sockel u.v.m. zu verwenden. Die sechs kleineren Rohrobjekte dienen z.B. als Hocker, Lampe, Regale, Kunstobjekte. VP: 3.000,00 EUR. www.kielnhofer.com

Lichtobjekte "le soleil" : Einen Ruhepol gegen Hektik und Alltagsstress will Witold J. PAWLIK mit seinen Leuchtobjekten schaffen. Ausgangsbasis sind gelbe/orange dickwandige Kunststoffrohre die unter den Händen des Künstlers zu strahlenden Säulen werden. Dank innerer Beleuchtung spenden sie warmes, gelb/oranges Licht. Perforierte Nirosta-Aufsätze als oberer Abschluss als Kreis oder Ellipse, optional mit Swarovski-Kristallen, lassen ein zauberhaftes Spiel von Licht und Schatten an Decken und Wänden entstehen. Die Recycling-Objekte sind Unikate und in verschiedenen Höhen und Durchmessern erhältlich ab EUR 300,00. http://pawlik.go.to

Christopher Rhomberg will mit seinem Werk Objekt "Kurbad OberJammergau" einerseits ein optisches Mahnmal an die Atomenergie und an den Überfluss unserer Zeit setzen. Zum anderen ist das in den Farben blau-weiß gehaltene Kunstwerk als Sitzobjekt verwendbar. VP:
1.750,00 EUR.
rhomberg-spiegelfeld.com

Herbert Schmid: "Im Vordergrund steht beim Objekt "closed circuit" die Gegenüberstellung von geschlossenen und offenen Kreisläufen -geschlossen speziell bezogen auch auf die Arbeit des ÖAKR sowie geschlossener Wasser- und Energiekreisläufe. Aus der aktuell sehr präsenten Farbkombination -gelb/schwarz- folgte die Darstellung der offenen Kreisläufe in Form einer überdimensionalen Spirale. VP:
3.000,00 EUR (+10 % USt, 50 % des Erlöses gehen an die Kinderkrebshilfe). www.glassartschmid.com

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=38&dir=201104&e=20110405_k&a=event

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Ingrid Schneeberger, MSc
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