Das Land pokert zu hoch (von Daniela Gross)

Ausgabe 8. April 2011

Klagenfurt (OTS) - Wow - das Blatt hat sich in Windeseile gedreht:
Unsere Millionen auf unserem Institut. Auf unserer Hausbank. Bei unserer Hypo. Es ist gar nicht so lange her, da wurde gekämpft um den Fortbestand unserer Bank. Wie eine Mauer ist die Politik vor der Hypo gestanden. Die bröckelt nun aber gewaltig. Sollte der Bund auf die Rückzahlung der Sonderdividende bestehen, werde das Land "seine Geschäftsbeziehungen" mit der Hypo überdenken. Hoppla, das sitzt. Damit setzt die Landesholding den Bund gehörig unter Druck - die Landesgelder machen einen großen Teil des Hypo-Kapitals aus. Nötigenfalls wird die Rückzahlung der Sonderdividende aus dem Hypo-Verkauf ausjudiziert. Und wir wissen, das kann dauern. Bis das also beendet ist, setzt die Politik den Fortbestand der Bank als Einsatz ein. Aber: Die Hypo ist nicht nur unser größtes Kreditinstitut, sie ist ein Arbeitgeber. Für Tausende Kärntner. Ihre Absicherung auf den Spieltisch zu knallen, ist unverantwortlich - und ein zu hoher Einsatz.

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