• 07.04.2011, 14:47:49
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NÖ und Südmähren betonen Bedeutung der Nordautobahn

Landeshauptmann Pröll und Kreishauptmann Hasek unterzeichneten Memorandum

St. Pölten (OTS/NLK) - Im tschechischen Valtice (Feldsberg) traf
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen Donnerstag, 7. April, mit
dem südmährischen Kreishauptmann JUDr. Michal Hasek zusammen.
Gegenstand des Arbeitsgespräches war u. a. die weitere Vorgehensweise
zur Umsetzung der Nordautobahn, aber auch das Thema Atommüllendlager
an der Staatsgrenze. Im Zuge des heutigen Arbeitsbesuches
unterzeichneten Landeshauptmann Pröll und Kreishauptmann Hasek ein
Memorandum, das die außerordentliche Bedeutung der Nordautobahn
betont.

Dieses Memorandum sei "ein wichtiger Schritt in Zusammenhang mit
dem Ausbau des Straßennetzes zwischen Niederösterreich und
Südmähren", sagte Landeshauptmann Pröll im Anschluss an die
Unterzeichnung. Es sei weiters "ein Beweis dafür, wie wir uns auf der
Ebene der Staatsregierung in Prag und der Bundesregierung in Wien
sehr intensiv einsetzen, um diese überregionale Straßenverbindung so
schnell als möglich realisieren zu können", so Pröll.

Eine Sparvariante der Nordautobahn wäre "nicht im Interesse des
Bundeslandes Niederösterreich" gewesen, weil diese "gravierend
Kapazitäten eingeschränkt" hätte, betonte der Landeshauptmann. In
Verhandlungen mit der Bundesregierung sei es gelungen, "von der
Sparvariante abzuraten" und die ursprüngliche Planungsvariante zur
Umsetzung zu bringen. Dafür habe man zwei wichtige Partner gehabt, so
Pröll: Zum einen den Kreis Südmähren und zum anderen die
Übereinstimmung der Regionen auf europäischer Ebene, erinnerte er an
die Unterzeichnung eines Memorandums in Brüssel, das die europäische
Bedeutung der Autobahnachse Danzig - Brünn - Wien hervorhob. "Im Jahr
2013 werden wir mit dem Weiterbau der Nordautobahn von Schrick
beginnen, 2014 wird der Bau der Umfahrung von Drasenhofen starten",
informierte der Landeshauptmann über die nächsten Schritte. "Im Jahr
2016 werden wir auf der Nordautobahn durchgehend von Wien bis zur
Staatsgrenze fahren", so Pröll: "Es ist dies ein zukunftsträchtiger
Schritt, der beiden Regionen und Staaten in den kommenden Jahren und
Jahrzehnten sehr viel Gutes bringen wird."

Kreishauptmann Hasek berichtete, dass auf tschechischer Seite
bereits 2012 mit der Umfahrung von Mikulov begonnen werde. Die
weiteren Etappen sollen zwischen 2016 und 2018 realisiert werden. Er
sehe dieses Projekt als "absolute Priorität für die südmährische
Region" und als "Modell für die weitere Zusammenarbeit von Südmähren
und Niederösterreich", so Hasek.

Atommüllendlager: "Alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen"
Er habe den südmährischen Kreishauptmann "über die gegebene Situation
auf niederösterreichischer Seite informiert", sagte Landeshauptmann
Pröll zum Thema Atommüllendlager. In Österreich gebe es eine strikte
Ablehnung der Atomenergie, und "jemand, der die atomare Nutzung
ablehnt, lehnt auch ein Atommüllendlager in seiner Nähe ab", so
Pröll, der ankündigte: "Sollte es ein derartiges Projekt geben,
werden wir alle rechtlichen Möglichkeiten gegen die Errichtung eines
derartigen Lagers ausschöpfen." Darüber habe er auch den
Kreishauptmann informiert, berichtete Pröll, der weiters betonte.
"Auf der Ebene der Staatsregierungen erwarte ich mir vom
österreichischen Bundeskanzler, dass er alle Möglichkeiten gegen ein
derartiges Lager an der österreichischen Staatsgrenze ausschöpft.

Kreishauptmann Hasek sagte, als Kreishauptmann der südmährischen
Region respektiere er die Information von Landeshauptmann Pröll und
er sei "bereit, eine engere Kommunikation zu diesem Thema
einzugehen".

Im Anschluss an das Arbeitsgespräch wurde durch Landeshauptmann
Pröll und Kreishauptmann Hasek die Straßenverbindung Valtice -
Katzelsdorf eröffnet. Die Kosten für den 4,1 Kilometer langen
Straßenabschnitt betrugen rund 1,5 Millionen Euro und wurden von der
EU, dem Land Niederösterreich und dem Kreis Südmähren getragen. Die
Eröffnung dieses Straßenstückes sei "ein Beweis dafür, dass wir uns
nicht nur in der Theorie begegnen, sondern auch in der praktischen
Zusammenarbeit", so Landeshauptmann Pröll.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk

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