Donabauer zur Debatte Gesundheitsreform: Landeskassen sind keine Lösung

SVB Generalversammlung, 7. April 2011

Wien (OTS) - Zur Neuordnung des Gesundheitswesens und der Sozialversicherungen gibt es derzeit eine Vielfalt von Vorschlägen und Meinungen. Vielerorts werden dazu Partikularinteressen vertreten, die einer künftigen Absicherung des Gesundheitssystems jedoch nicht zuträglich sind. Der Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), Karl Donabauer, äußert sich anlässlich der Generalversammlung der SVB kritisch zum Modell von Landeskassen, also einem Krankenversicherungsträger pro Bundesland:
"Landeskassen sind keine Lösung. Die Sozialpolitik braucht Fortschritt und kein rückschrittliches Denken. Ohne die Struktur der Sozialversicherungsträger in Frage zu stellen, ist vielmehr ein einheitliches Tarifsystem für ganz Österreich, über alle Krankenversicherungen hinweg, zu schaffen - dies in Anlehnung an die Tarife der heutigen Gebietskrankenkassen."

Wir leben in einem vereinten Europa, hier hätten provinzielle Sicherungssysteme keinen Platz und es mache keinen Sinn, in jedem Bundesland unterschiedliche Leistungs- und Finanzierungselemente zu installieren. Auch kann es laut Donabauer nicht das Ziel sein, das Gesundheitssystem in neun Landesbereiche zu zerteilen, um Machtstrukturen zu entsprechen. Dazu sei die gesundheitliche Versorgung der österreichischen Bürgerinnen und Bürger ein zu wertvolles Gut. Ein solcher Weg sei auch in keinster Weise dazu geeignet, die drängenden Finanzierungsfragen zu lösen.

"Unser Anliegen muss dahin gehen, die Krankenanstalten mit einer einheitlichen Bundesfinanzierung auszustatten." Donabauer bezieht den Bedarf für neue Strukturen und Mechanismen nicht nur auf den stationären Bereich, auch der niedergelassene Bereich ist mit einzubeziehen. "Es gilt eine vernünftige Zusammenarbeit aller Verantwortlichen im Gesundheitswesen zu finden, die den Erwartungen der Bürger entspricht und höchste Effizienz hat", so Donabauer zusammenfassend.

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