AK zur EZB: Zinsschritt ist Gift für Beschäftigung und Wachstum

AK Direktor Muhm warnt vor weiteren Schritten zur "Normalisierung" des Zinsniveaus: "Zuerst Kaufkraft der Arbeitnehmer stärken und Spekulanten stoppen"

Wien/Frankfurt (OTS) - "Die Konjunktur ist zu wackelig für eine Erhöhung der Leitzinsen", kritisiert AK Direktor Werner Muhm den heutigen Zinsschritt der Europäischen Zentralbank. Die aktuelle Zinserhöhung und die indirekt angekündigten weiteren Schritte zur "Normalisierung" des Zinsniveaus sind "Gift für Beschäftigung und Wachstum", so Muhm.

Derzeit erholt sich die Wirtschaft vor allem über den Export, die Nachfrage im Inland ist nach wie vor schwach. Höhere Leitzinsen gefährden insbesondere die mit Schwierigkeiten kämpfenden Euro-Länder, verteuern etwa die Staatsschulden und die Immobilienkredite und dämpfen die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen.

"Wer die Inflation bekämpfen will, soll nicht die Schulden teurer machen", sagt Muhm "stattdessen soll die EU die preistreiberische Spekulation mit Rohstoffen stoppen, für mehr Kaufkraft sorgen und die Verursacher der Finanzkrise zur Kassa bitten, zum Beispiel mit einer Finanztransaktionssteuer."

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
peter.mitterhuber@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0003