Papierindustrie: Neues Ökostrom-Finanzierungsmodell ist deutlicher Fortschritt

Klare Kostenbegrenzung für energieintensive Betriebe unerlässlich bei Aufstockung der Förderbudgets - Verbesserung der Fördereffizienz ist gemeinsame Standortverantwortung

Wien (OTS/PWK260) - Die von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner vorgelegte Ökostrom-Novelle entspricht aus Sicht von Austropapier, der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, in den wichtigsten Punkten den Erwartungen der Unternehmen. "Am forcierten Ausbau erneuerbarer Energie als wichtiger Bestandteil einer sicheren, effizienten und zukunftsfähigen Energieversorgung führt kein Weg vorbei. Da dies aber mit einer deutlichen Aufstockung der Fördermittel verbunden ist, und die Papierindustrie ohnehin bereits überdurchschnittlich hohe Beiträge leistet, steht aus Sicht der gesamten Branche die Kostendeckelung an oberster Stelle. Der Entwurf enthält ein transparentes Finanzierungsmodell, das die hohe Belastung energieintensiver Betriebe verringert. "Dieser Schritt war dringend erforderlich und ist ein wichtiges Signal für verbesserte Investitionssicherheit in Österreich", betont Austropapier-Geschäftsführer Oliver Dworak.

Dies sei umso wichtiger, als dadurch bisher bestehende Nachteile im internationalen Standortwettbewerb weitgehend vermieden und neue Investitionen stimuliert werden könnten. "Da die Regelung die Fördereffizienz verbessert und zur Absicherung zahlreicher heimischer Arbeitsplätze im ländlichen Raum beiträgt, erwarte ich im Sinne einer gemeinsamen Standortverantwortung eine klare Unterstützung seitens der Arbeitnehmervertretungen", bekräftigt Dworak. Der Novellierungsvorschlag werde nun im Hinblick auf Detailfragen intensiv geprüft. Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Novelle sind für Austropapier vor allem auch die Bestimmungen zum effizienten Einsatz fester Biomasse. Die teils kritische Haltung der Papierindustrie zur bisherigen Regelung muss vor allem auch im Zusammenhang mit der im Vergleich zu anderen Ländern in Österreich fehlenden Einspeiseregelung für die Ökostromerzeugung aus Lauge gesehen werden. "Die Zellstoff- und Papierindustrie kann mit ihrem umfangreichen Know-How in der effizienten Nutzung von Biobrennstoffen wichtige Beiträge zur Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energie leisten", so Dworak abschließend. (AC)

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