AK Preismonitoring zeigt: Massive Teuerung bei Lebensmitteln

AK Einkaufskorb seit Jänner um 4 Prozent teurer, seit September Steigerung um fast 8 Prozent - Tumpel fordert dringend Maßnahmen gegen Teuerung

Wien (OTS) - Die Preise für Lebensmittel sind massiv angestiegen:
Um fast 4 Prozent ist der Einkaufskorb mit 41 preiswertesten Gütern des täglichen Bedarfs teurer geworden, und das innerhalb von nur zwei Monaten. Das zeigt das aktuelle AK Preismonitoring bei acht Wiener Supermärkten und Diskontern. Seit September 2010 bedeutet dies einen Anstieg um fast 8 Prozent. Vor allem Mehl ist seither deutlich teurer geworden, und zwar um satte 69 Prozent. "Wer weniger Geld hat, für den oder die zählt jeder Cent. Und jetzt kostet ein 44-Euro-Einkaufskorb fast 3 Euro 50 mehr als noch vor einem halben Jahr. Das ist heftig!", so AK Präsident Herbert Tumpel. Zahlten die Konsumenten im September durchschnittlich knapp mehr als 44 Euro, so sind es jetzt fast 48 Euro. "Zur Kassa bitte!" heißt es für KonsumentInnen schon bei Energie und Sprit, und nun schlägt die Teuerung deutlich auf einige Lebensmittel durch. Tumpel fordert die Regierung eindringlich dazu auf, "Maßnahmen gegen die Teuerung einzuleiten, bevor sie noch schlimmer wird."

Die AK ortet in ihrem Preismonitoring beim Einkaufskorb mit preiswertesten Lebensmitteln im Zeitraum von September 2010 bis März 2011 deutliche Preissteigerungen - nicht durchgängig bei allen Produkten und Supermärkten. So ist der Preis von Mehl um ganze 69 Prozent, jener von Bohnenkaffee um 20,4 Prozent, jener von Mischbrot um 9,6 Prozent oder jener von Reis um 7 Prozent angestiegen.

Was verlangt wer? (Preise inklusive Aktionen)

Diskonter Warenkorb-Preis jetzt Warenkorb-Preis September Lidl 41,50 Euro 42,02 Euro Penny 43,91 Euro 43,27 Euro Hofer 44,12 Euro 42,58 Euro Zielpunkt 58,51 Euro 49,31 Euro Supermärkte Warenkorb-Preis jetzt Warenkorb-Preis September Merkur 44,23 Euro 41,54 Euro Billa 46,86 Euro 42,14 Euro Spar 51,21 Euro 47,13 Euro Interspar 51,74 Euro 46,45 Euro

Konkret verlangt die AK:

+ Preissteigerungen kontrollieren: Steigen bei uns Grundnahrungsmittelpreise, muss der Wirtschaftsminister prüfen lassen, ob es für die Preissteigerungen rechtfertigende Gründe gibt und ob sie stärker als in vergleichbaren Nachbarländern ausfallen. Das heißt, ob es einen "Österreich-Aufschlag" gibt.
+ Den preistreibenden Spekulanten muss der Kampf angesagt werden -vor allem auf EU-Ebene muss sich hier die Regierung einsetzen.
+ Die EU-Kommission muss die Sprit-Preisbildung am Rotterdamer Markt auf den Prüfstand nehmen.

Zur aktuellen Erhebung: Die AK erhebt regelmäßig die preiswertesten Grundpreise (etwa ein Kilogramm oder ein Liter) - auch Aktionen - von 41 Lebens- und Reinigungs-mitteln: etwa Mehl, Butter, Vollmilch, Kaffee, Sonnenblumenöl, Taschentücher, Geschirr-spülmittel.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter wien.arbeiterkammer.at

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AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
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