Mölzer: Portugals Finanzdesaster zeigt Scheitern der Währungsunion

Mit Spanien wartet schon nächster Kandidat für EU-Finanzhilfe - Defizitsünder sollen nicht mit Rettungsschirm belohnt werden, sondern zu nationalen Währungen zurückkehren

Wien (OTS) - Als ob es noch eines Beweises für das Scheitern der europäischen Währungsunion gebraucht hätte, hat nun Portugal EU-Finanzhilfe beantragt, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Nach Griechenland und Irland ist Portugal der dritte Euro-Staat, der diese fragwürdige Form von europäischer Solidarität beansprucht. Und leider ist zu befürchten, dass Portugal nicht das letzte Land der Eurozone sein wird, das unter den sogenannten Euro-Rettungsschirm schlüpft", so Mölzer weiter.

Dabei warnte der freiheitliche EU-Mandatar davor, dass alles noch viel schlimmer kommen könnte. "Auch in Spanien steht es um die Staatsfinanzen nicht gut, weshalb Madrid der nächste Kandidat für die EU-Finanzhilfe ist. Daran können auch die Beschwichtigungen des EU-Establishments nicht ändern, weil die bittere Wahrheit, nämlich der drohende Staatsbankrott, den Bürgern in homöopathischen Dosen verabreicht wird, wie die Fälle Griechenland, Irland und nun Portugal zeigen", erklärte Mölzer.

Damit die europäische Währungsunion für die EU-Nettozahler wie Österreich, die für den Großteil der Finanzhilfe für marode Mitgliedstaaten aufkommen, nicht zu einem Fass ohne Boden wird, müsse es zu tiefgreifenden Reformen kommen, forderte der freiheitliche Europaabgeordnete. "Insbesondere darf Disziplinlosigkeit beim Budget nicht durch Finanzhilfen aus einem Rettungsschirm oder einem sogenannten Stabilitätsmechanismus belohnt werden. Und darüber hinaus muss endlich die Möglichkeit eines Ausscheidens aus der Eurozone und zur Rückkehr zu eigenen nationalen Währungen geschaffen werden", schloss Mölzer.

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