AKNÖ: Grenzen der EU-Freizügigkeit - Dreiecks-Entsendungen verboten

Haneder: Auch nach Ostöffnung müssen ArbeitnehmerInnen-Rechte gewahrt bleiben

Wien (OTS/AKNÖ) - Zwei Drittel der Unternehmen versprechen sich
von der Ostöffnung Vorteile. "Wir achten darauf, dass sich diese Vorteile nicht aus den Nachteilen für grenzüberschreitend beschäftigte ArbeitnehmerInnen ergeben", sagte AKNÖ-Präsident Hermann Haneder anlässlich eines Symposiums zum Thema "Arbeitsverhältnisse mit Auslandsbezug".

Univ.-Prof. Dr. Gert-Peter Reissner vom Institut für Arbeitsrecht der Universität Graz machte heute, Dienstag, bei der Expertentagung auf die Tücken von internationalen Arbeitsverhältnissen aufmerksam: So kann es passieren, dass Animateure in Urlauberressorts rund um das Mittelmeer kein Urlaubsgeld erhalten, wenn ein für sie nachteiliger Vertrag gewählt wurde.

Gute Nachrichten gab es auf der ExpertInnen-Tagung für Airline-Angestellte bei ausländischen Fluggesellschaften:
Mutterschutz- und das Recht auf Elternteilzeit kann auch bei zum Beispiel amerikanischen Fluggesellschaften eingefordert werden, auch wenn im Arbeitsvertrag ausdrücklich amerikanisches Recht als Grundlange vereinbart wurde. Prof. Reissner: "Hier wirken die Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen stärker, auch wenn versucht wird, den höheren Sozialstandard in Österreich zu umgehen."

Dreiecks-Verleihungen von ArbeitnehmerInnen bleiben verboten

Arbeitskräfte-Überlassern, die beispielsweise von Zypern aus Arbeitskräfte nach Österreich schicken, um sie hier an einen weiteren Arbeitskräfte-Überlasser zu verleihen wird ein Riegel vorgeschoben. Solche Dreiecks-Verleihungen sind nach EU-Recht verboten.
Mag. Doris Rauscher-Kalod, Leiterin der AKNÖ-Arbeitsrechtsabteilung:
"Wir nehmen die Herausforderung an. Der Schutz, den die AKNÖ den Mitgliedern bietet, beginnt nicht in Amstetten und endet nicht in Hainburg."

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