Wlodkowski: Erneuerbare Energie ist nachhaltiger Arbeitsplatz-Motor

"Erneuerbare" sichern Technologie-Vorsprung und hochwertige Jobs

Wien (OTS) - "Man kann an Arbeitsplätze in der 'Grünen Wirtschaft' so zynisch herangehen, wie hochdotierte AK-Mitarbeiter, von denen sich AK-Umlage zahlende Arbeitnehmer sagen lassen müssen, ihre Arbeitsplätze seien von 'schlechter Qualität', oder man kann, so wie Minister Nikolaus Berlakovich eine Offensive starten, die bis 2020 rund 100.000 neue Jobs schafft, für Forscher ebenso wie für Arbeiter. Doch anstatt den Minister, der in absolute Zukunftsbereiche investieren will, aktiv zu unterstützen, sträubt sich die AK gegen eine effektive Energiewende, die weg von den fossilen und hin zu den erneuerbaren Quellen führt. Aber nur dieser Weg macht es möglich, Geld, das jetzt in Milliardenhöhe für Öl und Gas ins Ausland fließt, im Inland zu investieren. Ich hoffe sehr, dass die Katastrophen in Japan und die Unruhen in den Ölfördergebieten diese Erkenntnis fördern und den Umstieg auf eine grünere Wirtschaft beschleunigen", stellte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, fest.

Langfristige Arbeitsplatzeffekte

"Ich verstehe den dauernden Spott der Kritiker an dieser Offensive nicht. Er ist nicht nur herablassend jeder Form von Arbeit gegenüber, er zeugt auch von Unkenntnis. Denn Studien auf EU- und nationaler Ebene bestätigen die enorm positiven Arbeitsplatzeffekte biogener Energieträger. Das zeigt auch der EurObserver, der die direkten Auswirkungen der erneuerbaren Energietechnologien auf die Beschäftigung in der EU-27 untersucht hat. In den EU-Mitgliedsländern wurden 2009 dadurch 900.000 Arbeitsplätze als direkter Beschäftigungseffekt geschaffen beziehungsweise abgesichert. Davon entfielen mehr als 46% oder 410.000 auf biogene Energieträger", informierte Wlodkowski. Die bedeutsame Rolle erneuerbarer Energiequellen bei der Absicherung von Jobs bestätigen auch aktuelle Zahlen aus Österreich: Eine Studie der TU Wien weist 2009 für die erneuerbaren Energietechnologien etwa 37.000 Arbeitsplätze (Vollzeitäquivalente) als Effekte aus. Davon sind 54% den erneuerbaren Energiequellen zuzuordnen.

"Besonders interessant wird es, sieht man sich die Arbeitsplatzeffekte aufgegliedert nach Investitionsphase und laufendem Betrieb an. Da zeigt sich nochmals der überdeutliche Vorteil der Erneuerbaren im ländlichen Raum. Denn die besonders langfristig wirksamen Betriebseffekte gehen zu 82% auf das Konto der Biomasse", strich Wlodkowski hervor.

Energiewende vorantreiben

"Unser Land hat sich international erfolgreich als Vorreiter in Sachen Umwelttechnik etabliert. Doch die weltweite Konkurrenz duldet keinen Stillstand. Daher gilt es, alle Technologien weiterentwickeln, von Biogas und Öko-Treibstoff über feste Biomasse und Wasserkraft bis hin zur Windkraft und Photovoltaik, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Dazu benötigen wir den guten Willen aller Beteiligten und nicht unqualifizierte Querschüsse. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, ist der Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie möglich", erklärte Wlodkowski abschließend.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

LK-Pressestelle: Dr. Josef Siffert,
Tel +43/1/53441-8521,
Fax +43/1/53441-8519,
E-Mail j.siffert@lk-oe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0002