JW-Roth will Unternehmergeist als Lebensprinzip verankern

Wirtschaft präsentiert Trendstudie für die Jungunternehmer und fordert richtige Rahmenbedingungen für zukünftige Unternehmer

Wien (OTS/PWK250) - "Das unternehmerische Umfeld wird immer dynamischer. Es wird in der Folge immer wichtiger zu wissen, was auf mich als Unternehmer zukommt. Denn nur wer weiß was kommt, kann am Ende die Nase vorne haben. Deshalb wollen wir den österreichischen Jungunternehmern mit dieser Studie einen Kompass für zukünftige Trends in die Hand geben", erklärt Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft anlässlich der heutigen Präsentation der Trendstudie "The Futurepreneur". Gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut hat die Junge Wirtschaft darin Trends und Handlungsfelder für die kommende Unternehmergeneration erarbeitet. Die Trendfelder reichen von "Twisted Networks", über "Leading Diversity" bis hin zu "Smart Tech". Neben diesen Trends erarbeitet die Studie auch acht Unternehmertypen, wie etwa den Netzwerkakrobaten, den Transformer oder den Wohlfühlunternehmer, die in Zukunft die Wirtschaft bereichern werden. "Wir wollen zeigen, wie das Unternehmertum der Zukunft aussieht, welche Trends von Bedeutung sind und wie Unternehmer diese für sich nutzen können. Dafür brauchen wir aber auch die richtigen Rahmenbedingungen", so Roth. Deshalb müsse an mehreren Schrauben gedreht werden.

Unternehmertum als Lebensprinzip

"Unternehmerisches Denken und Selbständigkeit dürfen nicht erst mit der Gründung eines Unternehmens beginnen. Wir müssen früher mit der Bewusstseinsbildung ansetzen. Dazu brauchen wir ein ganzheitliches System, das in allen Phasen des Lebens Selbstständigkeit fördert ", analysiert Markus Roth. Es soll Neugier und Unternehmergeist schon bei Kindern und Jugendlichen gefördert werden. "Wir fordern deshalb eine Anpassung der Lehrpläne an das 21. Jahrhundert, eine stärkere Berücksichtigung von Sozialkompetenz und Persönlichkeitsbildung in Bildungseinrichtungen sowie Selbstständigkeit als zentraler Punkt in der Lehrerausbildung!" führt Roth aus.

Innovationskraft von innen und außen

Das Potential, das durch die Förderung von mehr unternehmerischem Denken und einer stärkeren selbstverantwortlichen Lebenseinstellung bei jungen Menschen entstehe, müsse später in Innovationskraft übersetzt werden. Zu diesem Zweck braucht es innovationsfördernde Rahmenbedingungen. "Ohne die richtige Umgebung kann sich unternehmerisches Innovationspotenzial nicht entfalten. Um die Optionen für optimale Verwirklichung von Kreativität und Ideenvielfalt zu schaffen, brauchen wir zum einen verbesserte Bedingungen für alternative Finanzierungsmodelle wie Venture Capital und zum anderen ein vereinheitlichtes und vereinfachtes Förderwesen", unterstreicht Roth. Außerdem sieht Roth die Notwendigkeit, den Forschungsstandort Österreich stärker zu fördern und den Ausbau von Breitbanddatennetz zu forcieren. Unternehmen, die in Forschung investieren, weisen überwiegend ein stärkeres Wachstum auf. Eine Erhöhung der Fördersummen in diesem Bereich würde sich daher rasch amortisieren.

Wechsel zwischen selbstständiger und unselbstständiger Arbeit

In Zukunft wird der Wechsel zwischen selbstständiger und unselbstständiger Arbeit tendenziell zunehmen. "Diese Mobilität schafft neue Perspektiven und fördert Innovationen. Im Moment verhindern aber bürokratische Hürden und ineffiziente Strukturen den Wechsel zwischen selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit. Wir brauchen daher endlich ein einheitliches Sozialversicherungssystem! Das würde nebenbei auch zum Bürokratieabbau beitragen" so Roth. Abschließend tritt Roth für einen Umdenkprozess im Gesundheitssystem ein: "Präventive Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit müssen im Vordergrund stehen. Es sollen jene mit Leitungsanreizen gefördert werden, die auf ihren Körper achten und etwas für ihre Gesundheit tun. Unser Gesundheitssystem sollte sich daher über die Gesundheit und nicht die Krankheit definieren."

Bei Interesse übersenden wir gerne die Presseunterlagen zur Studienpräsentation. (AC)

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