Windbüchler zu Rad-Versagen von SPÖ und ÖVP: Kinder im Straßenverkehr müssen Vorrang haben

Helmpflicht für Kinder wird Situation von FahrradfahrerInnen nicht verbessern

Wien (OTS) - "Es steht außer Zweifel, dass alle Eltern die größtmögliche Sicherheit für ihre Kinder gewährleistet haben wollen. Das gilt gerade fürs Radfahren im Straßenverkehr. Tagtäglich müssen sich Rad fahrende Familien mit unübersichtlichen Kreuzungen, engen Radwegen, die mehr Gefahr bringen als Sicherheit und mit risikoreichen Freilandstraßen ohne Sicherheitsabstand zu vorbeirasenden PKW abmühen. Das Einhalten von Tempolimits wird kaum kontrolliert, die Herabsetzung von Tempolimits gerade in Ballungsgebieten und mehr Platz fürs Radfahren durch Fahrradstraße, gelockerte Radwegbenutzungspflicht und Abschaffung von Schikanen und Sondervorrangregeln wäre ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit und Freiraum für Radfahrende. Stattdessen fällt Bundesministerin Bures und der ÖVP nichts anderes als eine Radhelmpflicht ein, mit der Eltern bevormundet werden. Bures und die ÖVP vertrauen dazu auf fragwürdige Studien und Umfragen, statt auf die breite Kritik fast aller namhafter ExpertInnen zu hören - das ist bei einem so wichtigen Thema völlig daneben", so die Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill kritisch gegenüber der Radhelmpflicht für Kinder.
"Aus Grüner Sicht sind die von Kfz und Infrastruktur ausgehenden Gefahren anzugehen, denn eine Helmpflicht lässt AutofahrerInnen nicht langsamer fahren und verhindert deshalb keinen einzigen Unfall. Um Kinder als aktive und passive VerkehrsteilnehmerInnen zu schützen, braucht es ein Maßnahmenpaket wie von ExpertInnen gefordert und keine Einzelmaßnahme wie die Radhelmpflicht, die auch nach internationalen Erfahrungen keine größere Verkehrssicherheit bringt. Der Minimal-Murks, der nach monatelangem Gezerre von der angeblichen Rad-Novelle der StVO übriggeblieben ist und morgen im Verkehrsausschuss zur Debatte steht, verdient den Namen Novelle nicht und bleibt ganz besonders bei verkehrspolitischen Maßnahmen aus der Perspektive von Kindern meilenweit hinter dem Soll zurück. Die Grünen werden im Verkehrsausschuss mit dem von uns initiierten Expertenhearing nochmals alles daran setzen, bei SPÖ und ÖVP ein Umdenken zu erreichen", betont Windbüchler-Souschill.

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