"Wirtschaft für Integration" bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

Österreich muss mit dem Thema Integration anders umgehen

Wien (OTS) - Eine Bilanz über zwei Jahre Engagement als
"Verein Wirtschaft für
Integration" und die am ersten Österreichischen Integrationstag erarbeiteten Ziele, präsentierten die Obleute Dr. Georg Kraft-Kinz und Mag. Ali Rahimi Dienstagvormittag Bundespräsident Dr. Heinz Fischer.

"Österreich muss mit dem Thema Integration anders umgehen: Das Thema muss als Zukunftsthema positioniert sein, und nicht in den Schubladen Sicherheit oder Soziales verkümmern!", so Vereinsobmann Dr. Georg Kraft-Kinz. Die im Verein engagierten Spitzenmanagerinnen und -manager, sowie Unternehmerinnen und Unternehmer sehen "Integration" als ein Wirtschaftsthema, mit dem man sich potenzialorientiert auseinandersetzen muss. "Wir müssen heraus aus der Problemtrance!", so die klare Botschaft.

Die Projekte des Vereins "Wirtschaft für Integration" - etwa der mehrsprachige Redewettbewerb "Sag's multi!", der Österreichische Integrationspreis oder der Österreichische Integrationstag bestätigen den Erfolg dieser Sichtweise.

Eine Arbeit die Bundespräsident Dr. Heinz Fischer besonders anlässlich der Begegnung ausdrücklich würdigte: "Menschen mit Migrationshintergrund haben viele Talente, Eigenschaften und Kenntnisse, die man fördern, anerkennen und unterstützen muss. Ich begrüße daher die Arbeit des Vereins 'Wirtschaft für Integration' und danke für sein vorbildliches und zukunftsorientiertes Engagement im Interesse unseres Landes!"

"Wir sind ein international tätiges Unternehmen und wissen die kulturelle Vielfalt daher auch ganz besonders zu schätzen. Integration ist zweifellos eine große gesellschaftspolitische Herausforderung. Sie ist aber auch eine große Chance für unser Land und ein Gewinn für uns alle.- Als Teil der Zivilgesellschaft wollen wir als Wirtschaft unsere Verantwortung für Österreich wahrnehmen", unterstrich Vorstandsmitglied Mag.a Bettina Glatz-Kremsner (Vorstandsdirektorin, Österreichische Lotterien) - das gemeinsame Anliegen mit den weiteren Vorstandsmitgliedern, KommRat Peter Hanke (Wien-Holding), Peter Spak (Hink Pasteten) und dem Medienunternehmer Prof. Rudolf Klingohr.

Schule als Integrationsstandort, One Desk Prinzip für ausländische Qualifikationen, Unterstützung bei Zuzug

Gerade der erste Österreichische Integrationstag am 11. März 2011 hat mit den dort erarbeiteten Zielen in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt und Gesellschaft deutlich gemacht, welche Bedeutung das Thema Integration für die Zukunft Österreichs hat.

Erstmals hatten sich auf Initiative von "Wirtschaft für Integration" Frauen und Männer aus NGOs, aus Unternehmen, Vereinen, Interessensvertretungen, politischen Parteien, Bildungseinrichtungen, wissenschaftlichen Einrichtungen, aus Gemeinden, Ländern und Bund für eine eintägige Konferenz in Wien zusammengefunden.

14 konkrete Ziele (nachzulesen auf http://www.vwfi.at/integrationstag www.vwfi.at/integrationstag) haben die rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz erarbeitet.

Besonderer Handlungsbedarf besteht demnach im Bereich Schule. Hier sollte u.a. der Ort Schule auch verstärkt zur Integrationsberatung der Eltern genützt werden, ebenso ist die Förderung der Mehrsprachigkeit in Form des muttersprachlichen Unterrichts ein vorrangiges Ziel.

Im Bereich der qualifizierten Zuwanderung ist dringender Bedarf nach einem Online-Informationsportal, das Menschen die Interesse haben nach Österreich zu kommen, durch klare und transparente Information die Möglichkeit gibt, sich bereits in ihrem Herkunftsstaat über die Chancen in Österreich umfassend zu informieren.

Die Anregung, dass sich auch die Aussenhandelsstellen der WKO und ähnliche österreichische Einrichtungen im Ausland für die Anwerbung von Spezialisten und hochqualifizierten Mitarbeitern mitverantwortlich fühlen sollen unterstreicht das Thema "Zuwanderung" als umfassende Herausforderung für Österreich im internationalen Wettbewerb.

Weitere praxisorientierte Ziele sind: Eine Anerkennungsstelle nach dem One-Desk-Prinzip für alle ausländischen Qualifikationen und Bildungsabschlüsse, als Info-Point und Beitrag zur einheitlich gestalteten Anerkennung oder ein Welcome-Service für Neuzuwandernde mit persönlichem Coaching in der jeweiligen Muttersprache.

Eine zentrale Stelle, die die österreichische Migrations- und Integrationspolitik steuert und koordiniert ist nach Meinung der Expertinnen und Experten ein wesentlicher Baustein für diesen notwendigen neuen Umgang mit dem Thema Integration und Zuwanderung.

Im Gespräch richteten die Vertreter von "Wirtschaft für Integration" an Bundespräsident Dr. Fischer, die Bitte die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden zu ermutigen, das Thema Integration als Chance für Österreich zu sehen und sowohl die aktuelle Politik als auch die Ressourcen an dieser Linie auszurichten.

Verein "Wirtschaft für Integration" -innovativ, prominent und erfolgreich

261 Einreichungen für den Österreichischen Integrationspreis 2011 (2010: 362), 440 Anmeldungen für den ersten Österreichischen Integrationstag 2011, über 200 SchülerInnen beim mehrsprachigen Redewettbewerb "Sag's multi!" 2011 mit 40 Sprachen - der Verein "Wirtschaft für Integration" hat seit seiner Gründung im Frühjahr 2009 mehrere innovative Projekte umgesetzt.

"Wir sind ein Wirtschaftsverein, kein Sozialverein!" mit dieser Kurzdefinition sind die Initiatoren Dr. Georg Kraft-Kinz, GD Stv. der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und sein Freund, der in Teheran geborene Wiener Unternehmer Mag. Ali Rahimi, gemeinsam mit Dr. Johannes Schuster als weiterem stellvertretenden Obmann des Vereins (und Vorstandsmitglied der RZB), damals an die Öffentlichkeit getreten. Als Schirmherren fungieren der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Raiffeisen Generalanwalt Dr. Christian Konrad.

Im Vorstand unterstreichen ihr persönliches Interesse am Thema:
Dr. Hannes Ametsreiter (CEO Telekom und mobilkom Austria),Dr. Andreas Brandstetter (GD Stv., UNIQA), Mag.a Bettina Breiteneder (Breiteneder Immobilien), Mag.a Bettina Glatz-Kremsner (Vorstandsdirektorin, Österreichische Lotterien), KommR. Peter Hanke (Wien-Holding), Frank Hensel (Vorstandsvorsitzender REWE),GD Ing. Wolfgang Hesoun (Siemens), Mag. Georg Kapsch (Vorstandsvorsitzender Kapsch TrafficCom AG), Mag. Herbert Kaufmann (CEO Flughafen Wien AG), Prof. Mag. Rudolf Klingohr (Interspot Film GmbH), Kurt Mann (Mann Bäckerei & Konditorei GmbH & Co KG), Andreas Schwerla (Managing Director, McDonald's Franchise GmbH), Peter Spak (HINK-Pasteten), Ing. Karl-Heinz Strauß (Vorstandsvorsitzender PORR AG), GD Dr. Franz Wohlfahrt (Novomatic)

Geschäftsführerin ist Mag.a. Zwetelina Ortega, Generalsekretär Peter Wesely.

www.vwfi.at

Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (RLB NÖ-Wien) ist Gründungs- und Hauptsponsor von "Wirtschaft für Integration".

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Mag. Eser Akbaba
Verein "Wirtschaft für Integration"
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+43 1 94 44 846, +43 (0) 676 56 10 665
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