Mehr Spaß und Lernerfolg im Erste-Hilfe-Unterricht

Wien (OTS) - Die Johanniter haben ein neues Konzept für den Erste-Hilfe-Unterricht entwickelt: Die Theorie wurde auf sieben Leitsymptome vereinfacht und der praktische Unterricht durch viele interaktive Elemente kurzweiliger und lerntypengerecht gestaltet. Ziel ist, mehr Spaß am Lernen und Helfen zu vermitteln und die Erste-Hilfe-Maßnahmen stärker im Gedächtnis zu verankern.

Mehr Spaß, mehr Praxis, mehr Sicherheit - sollen die Teilnehmer in den neuen Erste-Hilfe-Kursen der Johanniter erfahren. Dazu wurde das Unterrichtskonzept radikal verändert. In den neuen Kursen wird die Theorie wesentlich kompakter vermittelt, die Teilnehmer lernen interaktiv die lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

7 Leitsymptome statt 28 Notfallbildern

Bisher wurde in den Erste-Hilfe-Kursen 28 einzelne Notfallbilder vermittelt. Aus der Pädagogik weiß man allerdings, dass sich das Gehirn nur wenige Sinneinheiten merken kann. Daher greifen die Johanniter in ihrem neuen Konzept ganz simpel auf sieben griffige Leitsymptome zurück. Diese Leitsymptome werden in sieben Lerninseln zusammengefasst. Die sieben Lerninseln heißen "Nicht erweckbar? Atemprobleme? Keine Atmung? Probleme in der Brust? Verletzungen? Probleme im Kopf? Probleme im Bauch". An Hand dieser Leitsymptome lassen sich die wichtigsten Symptome und dazugehörigen lebensrettenden Handgriffe einfach und übersichtlich vermitteln.

"Mit dem neuen Kursangebot orientieren sich die Johanniter an aktuellen pädagogischen Erkenntnissen. Mit den sieben Leitsymptomen und den dazugehörigen Maßnahmenpaketen wird die Erste Hilfe übersichtlich und die Inhalte bleiben länger im Gedächtnis. In den praktischen Übungen wird das Gelernte sofort umgesetzt. Durch den interaktiven und erlebnisreichen Unterricht sind die Kursteilnehmer motivierter", so Dr. Michael Hüpfl, Chefarzt der Johanniter in Wien.

Mit allen Sinnen lernen!

Auch der Unterricht wurde völlig neu gestaltet. Die Kurslehrer haben nun viele unterschiedliche Materialien zur Hand, um individuell auf die Gruppe eingehen zu können. Mit Hilfe einer Vielfalt von Methoden und Medien, wie Erlebnisberichten, Impulsfolien, Plakaten und Kartenspielen werden für jeden Lern- und Wahrnehmungstyp entsprechende Elemente geboten. So wird der Erste-Hilfe-Kurs zum Erlebnis.

Emotional für das Helfen bewegen!

Mit dem neuen Kurskonzept sollen nicht nur Wissen und Fertigkeiten eingehend vermittelt, sondern auch Einstellungen und Überzeugungen beeinflusst werden. "Ziel der neuen Kurse ist es, das Interesse und den Spaß an der Ersten Hilfe wiederzubeleben", so Doris Wundsam, Leiterin des Ausbildungszentrums, "Wir möchten Ersthelfern für den Notfall den Rücken stärken".

Umfrage-Ergebnisse

Zum Hintergrund: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Integral haben 86 Prozent der Österreicher ab 18 Jahren bereits einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. 14 Prozent gaben an, noch nie einen Erste-Hilfe-Kurs besucht zu haben. Bei 76 Prozent der Befragten, die einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, liegt der Erste-Hilfe-Kurs bereits mehr als 3 Jahre zurück, 24 Prozent haben innerhalb der letzten drei Jahre an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen. Das ist vor allem im Hinblick auf das Gedächtnis von Bedeutung. Denn je länger der Kurs zurückliegt, desto weniger können sich die Teilnehmer an die Inhalte erinnern.

Zwar geben 37 Prozent der Befragten an, die Inhalte des Kurses weitgehend behalten zu haben. Fragt man allerdings nach dem richtigen Reanimationsrhythmus, so geben nur 22 Prozent der Befragten die richtige Antwort (30x Herzdruckmassage, 2x beatmen). Richtig beantwortet haben diese Frage vor allem Menschen zwischen 18 und 29 Jahren, deren Erste-Hilfe-Kursbesuch nicht länger als drei Jahre zurückliegt. Diese Zahlen belegen zweierlei: Zum einen müssen die Kursanbieter Erste-Hilfe-Wissen kompakter vermitteln, so dass die Inhalte länger im Gedächtnis bleiben. Zum anderen ist es sinnvoll, Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig aufzufrischen und auf den aktuellsten Stand zu bringen.

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Gerne vermitteln wir Interviewtermine mit Chefarzt Dr. Michael Hüpfl oder Mitarbeiter/-innen des Ausbildungszentrums, die das Konzept entwickelt haben.

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