Berlakovich: Stresstests statt Schmähtests gefordert

Atom-Lobby darf sich nicht selbst kontrollieren

Wien (OTS) - Anlässlich der derzeit (04. bis 15. April) in Wien stattfindenden und vieldiskutierten Konferenz des Übereinkommens über die nukleare Sicherheit stellt Umweltminister Niki Berlakovich fest:
"Ich will, dass die EU-Kommission für absolute Transparenz bei den von mir vorgeschlagenen und auf EU-Ebene aufgegriffenen Stresstests sorgt. Die vorgeschlagene Involvierung der Gemeinsamen Forschungsstelle ist ein richtiger Schritt. Die Einbindung des European Nuclear Energy Forums in die Sicherheitsüberprüfungen lehne ich hingegen massiv ab. Es darf nicht sein, dass sich die Atom-Lobbyisten selbst kontrollieren. Wir brauchen Stresstests, keine Schmähtests".

"Außerdem brauchen wir eine breitere Diskussion der Stresstest-Kriterien auf europäischer Ebene, vor allem aber auch der Ergebnisse. Die Ergebnisse der Überprüfungen und die Notwendigkeit aller erforderlichen Folgemaßnahmen müssen veröffentlicht und eingehend erörtert werden. Ich will außerdem, dass unabhängige ExpertInnen in den gesamten Prozess eingebunden werden, um eine unabhängige Überwachung und Kontrolle sicherzustellen. Nur so werden wir glaubwürdige Stresstest erhalten", betont Berlakovich. "Schlussendlich lautet aber unser Ziel: Raus aus Atom, rein in Erneuerbare", so der Umweltminister.

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