Walser zu den Lehrer-Dienstrechtsverhandlungen: Beton gegen Beton

Grüne fordern mehr Zeit für LehrerInnen zur Unterstützung der SchülerInnen

Wien (OTS) - "Da verhandelt Beton mit Beton. Es kann nicht viel herauskommen, wenn sich Werner Amon als Chefverhandler der ÖVP in Sachen Bildung und Fritz Neugebauer von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst gegenüberstehen", zeigt sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, wenig überrascht vom dürftigen Ergebnis der ersten Verhandlungsrunde zum neuen Lehrerdienstrecht.

"Im Kern geht es darum, dass die LehrerInnen mehr von ihrer Arbeitszeit mit den SchülerInnen verbringen und dafür deutlich höhere Einstiegsgehälter bekommen", so der Grüne Bildungssprecher. Voraussetzung dafür ist eine umfassende Neugestaltung des Arbeitsumfeldes der LehrerInnen. "Das bedeutet auch eine Entbindung der LehrerInnen von Verwaltungstätigkeiten und anderen Tätigkeiten, die nicht direkt mit dem Unterricht zusammenhängen", so Walser. "Lehrkräfte müssen durch SozialarbeiterInnen entlastet werden und durch Fachkräfte für Lernblockaden, Legasthenie oder Dyskalkulie etc. unterstützt werden."

Die Grünen wollen ein Schulsystem, in dem die SchülerInnen jene optimale Förderung erhalten, die ihnen zusteht. Dazu gehört ein ganztägiger verschränkter Unterricht mit abwechselnden Lern-, Bewegungs- und Erholungseinheiten. Zudem muss sich die Rolle der Lehrkräfte ändern - weg von der Richterfunktion, die über den Bildungsweg entscheidet, hin zum Coach, der SchülerInnen betreut und unterstützt. An den Lehrkräften liegt es nicht, dass derzeit Stillstand herrscht. "Ich kenne viele LehrerInnen, die genau das schon die längste Zeit fordern und soweit umsetzen, wie es das gegenwärtige System erlaubt und ermöglicht. Das derzeitige System hemmt Lehrkräfte statt sie zu motivieren", so Walser.

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