Pirklhuber zu E10: Keine Einführung in Österreich!

Beimischungsquoten einfrieren. Getreide auf den Teller und nicht in den Tank!

Wien (OTS) - "Beimischungsquoten einfrieren, eine nachhaltige Verkehrspolitik fördern", das fordert Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen anlässlich der aktuellen Debatten über die Einführung von E10 in Österreich.

"Abgesehen davon, dass nur jeder Dritte ein E10-taugliches Fahrzeug besitzt, sind Agrartreibstoffe in großem Stil keine umweltfreundliche Lösung. Sie haben in ihrer Gesamtbilanz sogar eine deutlich schlechtere Klimabilanz als herkömmlicher Sprit", warnt Pirklhuber. Der Anbau von Energiepflanzen führt zu Monokulturen und zu einem massiven Einsatz von Düngemitteln, deren Stickstoff-Anteil als extrem klimaschädigendes Lachgas in die Atmosphäre gelangt. "Der Anbau von Energiepflanzen steht in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion verteuert die Lebensmittel in einer Welt, in der mehr als eine Milliarde Menschen hungern. Getreide gehört auf die Teller und nicht in die Tanks", so Pirklhuber.

Anstatt 66 Millionen Tonnen Futtermittel aus Drittstaaten in die EU zu importieren, davon 650.000 Tonnen nach Österreich, und anstatt weiterhin Weizen zu Agrosprit zu verarbeiten, wäre es für den Klimaschutz effizienter, durch einen Eiweiß-Futtermittelplan im Futtermittelbereich unabhängig zu werden. Pirklhuber weist darauf hin, dass auch EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in seinem Optionenpapier über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik diesen zukunftsweisenden Vorschlag gemacht hat. Aufgabe der ÖVP-Agrarier und Landwirtschaftskämmerer wäre es, diesbezügliche Ansätze zu verfolgen und nicht aus Eigennutz ständig zu wiederholen, was von der Wissenschaft schon mehrfach widerlegt wurde, nämlich dass Agrosprit umweltverträglich sei.

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