Schwentner fordert Quoten für Aufsichtsräte aller börsennotierter Unternehmen

Österreich kommt bei Frauengleichstellung nicht vom Fleck

Wien (OTS) - "Bis jetzt gibt es nur eine wenig ambitionierte Frauenquote für staatsnahe Unternehmen. Für den Großteil der börsennotierten Unternehmen in Österreich gibt es immer noch keine Quotenregelung. Frauenministerin Heinisch-Hosek muss rasch aktiv werden, sonst wird Österreich von der EU zur Quote verpflichtet werden", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Die EU-Kommission hat aufgrund des Versagens der freiwilligen Selbstverpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten gleich ein ganzes Bündel an gesetzlichen Eingriffen angekündigt. Von der Einführung einer Frauenquote auf EU-Ebene ist angesichts der Untätigkeit auf nationaler Ebene auszugehen.

"Die österreichische Regierung hat nur mehr ein Jahr Schonfrist. Wenn sie es bis dahin nicht geschafft hat, eine gesetzlich verpflichtende Quote für die Aufsichtsräte aller börsennotierten Unternehmen einzuführen, dann wird die EU das übernehmen", so Schwentner. Kaum war der 100. Internationale Frauentag vorbei, war der große Theaterdonner um das Quotenthema vergessen. Weitere Schritte lassen auf sich warten. Dabei gehört Österreich beim Frauenanteil in Aufsichtsräten EU-weit zu den Schlusslichtern. "Bei den Quoten für Aufsichtsräte gibt es keine Zeit zum Ausruhen. Während viele andere Länder mit gutem Beispiel vorangehen und gesetzliche Quotenregelungen einführen, kommt Österreich bei der Frauengleichstellung nicht vom Fleck", so Schwentner.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002