BZÖ-Grosz zu AKW-Diskussion: "Verhaltenskodex für österreichische Firmen gefordert"

Keine Beteiligung österreichischer Firmen in Zukunft am AKW-Bau - jetzige Kritik der Grünen an Unternehmen schlichtweg billig

Graz (OTS) - Die Atomkraft zerstöre nachhaltig Lebensraum und gefährde das Leben von Millionen von Menschen. Die Katastrophe von Fukushima führe deutlich vor Augen, dass selbst modernste und als sicher geltende Technologie in der Atomenergie nicht beherrschbar sei. Daher muss das Ende der Atomkraft das erklärte Ziel aller politischen Kräfte in Österreich sein. Nicht zuletzt die Atommeiler rund um Österreich bedrohen österreichischen Lebensraum, deren Schließung muss mit allen Mitteln erkämpft und erzwungen werden, so der steirische BZÖ-Chef Abg. Gerald Grosz am Dienstag.

Österreichischen Unternehmen - welche Aufträge aus dem Bau von Atomreaktoren erhalten haben - drei Wochen nach der sensibilisierenden Katastrophe einen Vorwurf zu machen, sei aber "zutiefst billig und verlogen". "Wo war der Herr Pilz vor 4 Wochen? Wo waren die Grünen beim EU-Beitritt und dem Beschluss über den EU-Vertrag von Lissabon, der die österreichische Skandalmitgliedschaft bei Euratom verfestigt hat. Da waren die Grünen auf Tauchstation und haben mittels Zustimmung zum Euratom-Vertrag, dem Wahnsinn, dass Österreich jährlich 40 Millionen Euro Steuergeld in Schrottreaktoren fördert, Tür und Tor geebnet. Da war die internationale Beteiligung von Firmen an AKW-Aufträgen auch kein Thema", so Grosz, der es selbst für "unerträglich" hält, dass österreichische Unternehmen in Zukunft direkt oder indirekt am Bau und Erhalt von Atomkraftwerken profitieren.

Der steirische BZÖ-Chef Abg. Gerald Grosz verlangt daher einen Verhaltenskodex für österreichische Großunternehmen. "So wie es ein Verbot für die Waffenindustrie gibt, Material in kriegsführende Länder zu liefern muss es einen Verhaltenskodex geben, der es österreichischen Unternehmen unmöglich macht, mit Atomenergieerzeugern in einem Boot zu sitzen. Wer gegen diesen Kodex verstößt soll von öffentlichen Aufträgen in Zukunft ausgeschlossen sein. Wir können Unternehmen nicht verbieten diese Geschäfte zu machen aber sicherstellen, dass solche Unternehmen kein Steuergeld mehr bekommen. Noch unerträgliche halte ich es, dass wir mit Wolfgang Schüssel einen Nationalratsabgeordneten im Hohen Haus sitzen haben, der von der deutsche Atomlobby bezahlt wird", so Grosz abschließend.

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