Nach Verfassungsgesetz: Kinderfreunde fordern Kinderrechte-Million

Wien (OTS) - Im Rahmen der Tagung "Jetzt erst Recht für's Kinderrecht" erneuern die Österreichischen Kinderfreunde ihre Forderung nach mehr Ressourcen für die Kinderrechte-Arbeit in Österreich.

Vor über 70 Expertinnen und Experten aus verschiedensten Organisationen und Institutionen und im Beisein von Familienstaatssekretärin Verena Remler und SPÖ-Jugendsprecherin NR Angela Lueger formulierte Gernot Rammer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde, sechs Zukunftsprojekte, die nach der Beschlussfassung des Verfassungsgesetzes jetzt realisiert werden müssten.

Das Kinderrechte Verfassungsgesetz hat zwar eine wichtige Signalwirkung, doch braucht es jetzt auch Ressourcen um dieses Gesetz mit Leben zu erfüllen. Konkret fordert Rammer eine Million Euro von der Bundesregierung für Vermittlungsmaßnahmen: "Jetzt geht es darum, Kinder, Eltern und PädagogInnen verstärkt mit den Kinderrechten zu konfrontieren. Mehr Mitbestimmung, mehr Kinderschutz und mehr Förderung ist nur möglich, wenn es eine breite Auseinandersetzung mit den Kinderrechten gibt. Die Kinderrechte-Million soll helfen, diese Auseinandersetzung auf allen Ebenen zu forcieren", so Rammer.

Rammer forderte zudem einen Fachbeirat aus KinderrechtsexpertInnen, der die Regierung beraten und Förderschwerpunkte entwickeln soll. Darüber hinaus wird ein eigenes Kinderrechteprogramm im ORF sowie eine umfassende Beschäftigung mit dem Thema Kinderrechte in der neuen PädagogInnenausbildung verlangt. Weitere RednerInnen auf der Veranstaltung waren Verfassungsrichter Michael Holoubek, der die juristische Perspektive des Kinderrechte-Verfassungsgesetzes erläuterte sowie die BildungswissenschafterInnen Tobias Buchner und Natalia Postek, die zum Themenkomplex "partizipative Forschung" referierten.

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