Berlakovich zu Umwelttechnik- und Anti-Atom-Gesprächen in der Türkei

"Exportoffensive Umwelttechnologien" vom 5. bis 6. April 2011 in Ankara

Wien (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich macht im Rahmen
seiner "Exportoffensive Umwelttechnologien" vom 5. bis 6. April erstmals in der Türkei Station, um im Rahmen von bilateralen Gesprächen mit seinem Ressortkollegen Veysel Eroglu die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern zu verstärken. Außerdem wird er das sensible Thema Atomkraft ansprechen, denn die Türkei plant den Bau von zwei AKW, während Berlakovich sich auch international für eine Neuausrichtung der Energiepolitik hin zu Erneuerbaren und Energieeffizienz stark macht.

Nachhaltige Alternativen zur Atomkraft aufzeigen

"Österreich gehört in der Umwelttechnik zur Weltspitze. Mit der Exportoffensive besuche ich konsequent Zukunftsmärkte, um neue Chancen und Möglichkeiten für unsere heimischen Betriebe und unser Gastgeberland zu schaffen. Diese klassische Win-Win-Situation bringt beiden Seiten Aufschwung und Wachstum, ist ein wichtiger Beitrag zum weltweiten Umwelt- und Klimaschutz und ein Motor für Innovation und neue green jobs. Außerdem will ich der Türkei, die den Bau von zwei AKW plant, Mittel und Wege aufzeigen, mit denen sie raus aus der Atomkraft bleiben und rein in Erneuerbare und Energieeffizienz kommen kann", betonte Berlakovich bei der Eröffnung der Exportinitiative Umwelttechnik in Ankara (Türkei).

Österreich als größter ausländischer Direktinvestor

Schon jetzt ist Österreich mit 1,8 Mrd. US-Dollar der größte ausländische Direktinvestor in der Türkei. Umwelttechnik "Made in Austria" spielt dabei eine wichtige Rolle. Beim Austria Showcase Seminar "Umwelttechnik Türkei" in Ankara werden 14 österreichische Umwelttechnikfirmen einem Fachpublikum ihre Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen energieeffizientes Recycling, nachhaltige Abfallwirtschaft, erneuerbare Energie, Energieeffizienztechnologie, Trink- und Abwasseranlagen sowie Projektmanagement vorstellen. Neue Kontakte zu potenziellen ProjektpartnerInnen sollen geknüpft werden.

Auch im Agrarbereich Kooperationen ausbauen

Neben Umwelttechnikfirmen nehmen auch UnternehmerInnen aus dem Agrarbereich an der Exportinitiative teil, um Kooperationen bei landwirtschaftlicher Technik sowie in der Tierhaltung und -zucht auszubauen.

Außenhandelsbilanz entwickelt sich positiv

Die türkisch-österreichischen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen haben sich im vergangenen Jahr sehr dynamisch entwickelt. Die Importe unseres Landes stiegen von Jänner bis September 2010 um 7% auf 0,64 Mrd. Euro, die Exporte in die Türkei sogar um 38,8% auf 0,76 Mrd. Euro. Die Außenhandelsbilanz ist somit positiv. Österreich ist im Bereich der Umwelttechnik bislang vor allem mit Windkraft-, Solar-und Photovoltaikanlagen in der Türkei vertreten. Große Potenziale liegen neben den erneuerbaren Energietechnologien im Trink- und Abwasser- sowie im Abfallbereich. "Gerade in diesen Zukunftssektoren ist das österreichische Know-how enorm. Unsere heimischen ExpertInnen können die Türkei bei der Umsetzung ihrer ambitionierten Ziele im Wasser-, Abwasser- und Abfallmanagement sowie beim optimalen Einsatz erneuerbarer Energien wirkungsvoll und kompetent unterstützen", betonte Berlakovich im Gespräch mit Umweltminister Eroglu.

Exportoffensive Umwelttechnologien

Die Exportoffensive Umwelttechnik gibt es seit 2005. Zieldestinationen sind das erweiterte Europa und ferne Märkte wie etwa die USA, Kanada, die Vereinigten Arabischen Emirate, Syrien, Jordanien, Japan und China. Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen konnte durch die Exportoffensive Umsatzzuwächse von mehr als 10% pro Jahr verzeichnen. Über 60% der Teilnehmenden ist es gelungen, in Exportländern neue Kontakte zu potenziellen Projektpartnern zu knüpfen. Zwei Drittel der Firmen haben sich bereits zu Investitionen im Rahmen von Joint Ventures oder zur Gründung von Tochterunternehmen entschlossen. Rund 80% der Unternehmen haben von den Aktivitäten der Exportoffensive Umwelttechnologien durch zusätzliche Informationen über den Markt und die Nachfrage im Zielland profitiert.

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