BZÖ-Grosz: Ungarische Schlüsselfigur im ÖBB/MAV-Cargo-Skandal versucht sich Befragung zu entziehen!

"ÖBB vergab 7 Millionen Euro Lobbyauftrag an Postkastenfirma, deren Verantwortliche nicht mehr auffindbar sind"

Graz/Wien (OTS) - Der Ungar Andras Gulya, die Schlüsselfigur rund um den skandalösen Lobbyauftrag der ÖBB an das ungarische Postkastenunternehmen Geuronet, versuche sich offenbar der Befragung durch den parlamentarischen ÖBB-Rechnungshofunterausschuss in Wien zu entziehen, berichtet heute BZÖ-Rechnungshofsprecher Abg. Gerald Grosz. Seine Aussage vor dem Ausschuss war für kommenden Freitag angesetzt doch konnte eine Ladung - trotz Involvierung der Korruptionsstaatsanwaltschaft und der ungarischen Behörden - nicht zugestellt werden. Gulya wechsle offenbar seinen Wohnsitz zwischen Deutschland, Ungarn und Dubai "wie andere ihre Unterhosen", so Grosz am Dienstag.

"Es bestätigt sich ja allein anhand dieser jetzigen Umstände, dass die ÖBB aufgrund massiver Intervention der SPÖ-Vertreter einer unseriösen ungarischen Postkastenfirma mehr als 6,1 Millionen Euro an Steuergelder ungeprüft überwiesen hat. Ursprünglich dürften sogar 14 Millionen Euro zwischen der ÖBB und Herrn Gulya ausgemacht worden sein. Das ist nicht unprofessionell, sondern großkriminell und die Frage stellt sich, wohin ein Großteil dieses Geldes geflossen ist. Es ist nicht auszuschließen, dass im Rahmen von "kick back-Zahlungen" das Geld zurück nach Österreich geflossen ist und es liegt auch der Verdacht nahe, dass sich dieses Geld in Ungarn zu Schmiergeld verwandelt hat. Wir sind hier nicht nur einem politischen Skandal, sondern einem groß angelegten Kriminalfall auf der Spur", so Grosz.

Der Unterausschuss zu den ÖBB-Skandalen kommt am 8. April um 10.00 Uhr im Lokal VI des Parlamentsgebäudes zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Das BZÖ werde einmal mehr beantragen, die Vertraulichkeit des Ausschusses aufzuheben und die Medienöffentlichkeit anzuordnen. "SPÖ und ÖVP haben ihre Schweinerein zu verbergen, der Steuerzahler hat aber ein Recht auf die Wahrheit", so Grosz.

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