Unterstützung des Bildungsvolksbegehren; Theodor Saverschel in seinem Amt bestätigt

Mehr Qualität im Unterricht, Qualitätsmanagement und -kontrolle, Erhalt der AHS Unterstufe und weniger Supplierstunden sind die wichtigsten Forderungen

Salzburg/Wien (OTS) - Bei der am letzten Wochenende in Salzburg durchgeführten Generalversammlung des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (BEV) wurde Theodor Saverschel (NÖ) mit 95 Prozent der Stimmen als Vorsitzender wiedergewählt. "Die Qualität des Bildungswesens steht und fällt mit der Qualität des Unterrichtes - und zwar bereits im Kindergarten und in der Volksschule" bezieht Saverschel zur aktuellen Bildungsdiskussion Stellung. "Wir haben eine gute Position in den Verhandlungen und werden von der Bundesministerin und ihrem Team für unsere Arbeit sehr geschätzt. Wir werden weiterhin konstruktive Gespräche führen und gute Ergebnisse bringen", so Saverschel.

Die aktuellen Verhandlungen umfassen unter anderem das Kurssystem an den Oberstufen, sowie die neue Ausbildung von LehrerInnen.

Im Zuge der Generalversammlung wurden die Unterstützung des Bildungsvolksbegehrens mehrheitlich beschlossen und die Grundzüge des neuen Positionspapiers verabschiedet.

Die wichtigsten Inhalte daraus:

Im Zuge des Qualitätsmanagement ist verpflichtendes, regelmäßiges Feedback (Schüler bewerten Lehrer) mit unabhängiger Kontrolle von externen, dafür zertifizierten Unternehmen einzuführen. Zusätzlich sind bei fehlender Qualität Konsequenzen zu definieren.

Die Qualitätskontrolle in der Schule ist rasch und signifikant zu verbessern. Dazu zählt auch eine höhere Transparenz im Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) an der Schule, also eine verbesserte Einbindung der Eltern.

Saverschel: "Eines muss hier klar gesagt werden: Die Eltern sind die Zahler, und unsere Kinder die Kunden. Wir zahlen in das Bildungssystem, in Schulveranstaltungen, Nachhilfe, und investieren zusätzlich noch eine Unmenge an Zeit, um unsere Kinder beim Lernen zu unterstützen. Wir erwarten daher eine signifikante Verbesserung in der Zusammenarbeit in den Schulen, mehr Einfluss in der Umsetzung der Bildungsziele an den Schulen "

"Ein rotes Tuch für uns ist der Entfall unzähliger Unterrichtsstunden um Konferenzen, Ausbildung und gewerkschaftliche Zusammenkünfte wahrzunehmen. Die Anzahl der Supplierungsstunden ist exorbitant und meist nicht einmal fachbezogen. Diese Zeit fehlt den Kindern für die Vertiefung des Lehrstoffes in der Schule und muss mühsam durch Nachhilfe und hoher Eigenleistung der Eltern aufgeholt werden. Wir fordern, dass Lehrer diese Tätigkeiten außerhalb der normalen Unterrichtszeit wahrnehmen - so wie es auch in der Privatwirtschaft gehandhabt wird.", so Saverschel, und meint "das kann kurzfristig eingeführt werden - wenn der Wille da ist"

Die Auswertungen der Tests betreffend Bildungsstandards (diese werden in der 4. und 8. Schulstufe durchgeführt), sind verpflichtend im Schulgemeinschaftsausschuss zu behandeln. "Derzeit sollen die Ergebnisse, die Aufschluss über die Qualität in der Schule geben, nur der Schulleitung zur Verfügung gestellt werden. Damit werden sie in der Schublade verschwinden und keine Konsequenzen haben", prophezeit Saverschel, und argumentiert "in Kombination zu unseren geforderten Maßnahmen im Qualitätsmangement würde dadurch ein Qualitätskreislauf geschlossen werden können, der automatisch die Bildungsqualität verbessert - vollkommen unabhängig, welchen Schultyp das betrifft -und welche Bezeichnung dafür gerade modern ist."

Die Elternarbeit ist rechtlich durch ein eigenes "Elterngesetzt" abzusichern. Derzeit ist nur die Schule rechtlich verpflichtet, die Eltern, in Form von Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) mit einzubinden. "Auf Landes- und Bundesebene sind wir vom Goodwill des jeweiligen Landesschulrates respektive des/r UnterrichtsministerIn abhängig. Im Gegensatz sind sowohl Lehrer als auch Schüler durch Gesetze rechtlich eingebunden." erklärt Saverschel

Für die Neue Mittelschule (NMS) wird ein bundesweit einheitliches "Dachmodell" gefordert. "Wir sehen die NMS als Aufwertung der Hauptschulen, doch muss beim Umstieg in Gymnasium Oberstufe, HTL oder HAK einheitliches Niveau garantiert werden können - Bildungsstandards hin oder her." fordert Saverschel und fügt hinzu "die AHS Unterstufe muss als Alternative bestehen bleiben, daran darf nicht gerüttelt werden."

Die Details im Positionspapier werden in den nächsten Wochen mit den Landesorganisationen der Elternvertretungen verhandelt. Das endgültige Papier wird Mitte des Jahres präsentiert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesverband der Elternvereine an den mittleren und höheren Schulen Österreichs
Ing. Theodor Saverschel, MBA
Tel: 0680 141 1 141
Email: office@bundeselternverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003