"Wiener Zeitung" exklusiv: Russland und Ukraine machen bei Atom-Stresstests mit

Wien (OTS) - Wien. Die Stresstests für Atomkraftwerke, die die EU für ihren Bereich beschlossen hat, werden über die Grenzen der Union ausgedehnt: Russland und die Ukraine wollen ihre Atomkraftwerke dem gleichen Belastungstest unterziehen, vor dem nun auch die insgesamt 143 Atommeiler innerhalb der EU stehen. Das haben der russische Energieminister Sergej Schmatko und sein ukrainischer Kollege Jurij Boiko gegenüber Energiekommissar Günther Oettinger persönlich signalisiert, erfuhr die "Wiener Zeitung" am Freitag aus Kommissionskreisen. Das Thema solle das nächste Mal bei einem G20-Treffen auf Expertenebene kommenden Mittwoch behandelt werden. Auch die Schweiz und die Türkei sollen in die Stresstests einbezogen werden.

Hintergrund des russischen und ukrainischen Interesses an den Stresstests scheinen Exportpläne von Atomstrom in die EU zu sein. Unter anderem von einem in Kaliningrad geplanten Atomkraftwerk könne die Union nur Strom abnehmen, wenn dieses höchsten Sicherheitsstandards entspricht, war aus Expertenkreisen zu hören.

Trotz der Reaktor-Katastrophe in Fukushima wollen Russland und die Ukraine an ihren Ausbauplänen für Atomkraft festhalten. Russland betreibt derzeit in zehn Kraftwerken 32 Reaktoren, zehn weitere sind bereits in Bau. Russland deckt derzeit knapp 18 Prozent seines Strombedarfs aus Nuklearenergie. Die Ukraine verfügt über vier Atomkraftwerke mit 15 Reaktoren, die mehr als 50 Prozent der Stromerzeugung abdecken.

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