Ministerin Schmied: "Fachwissen muss mit Persönlichkeitsbildung verbunden werden"

"Aufgabe der Bildung ist es, junge Menschen zu ihren wahren Möglichkeiten zu führen"

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied hat heute, Freitag, gemeinsam mit Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny das Symposium der österreichischen Nationalbank "Initiative Finanzwissen" eröffnet. Im Symposium geht es darum, die bestehenden Informationsangebote weiter zu verstärken und wirksame Bildungsstrategien zum Finanzwesen weiterzuentwickeln. Der Bildungsministerin ist es ein Anliegen, Finanzwissen an österreichischen Schulen wirksam zu vermitteln und dieses Fachwissen mit Persönlichkeitsbildung zu verbinden. ****

"Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Vermittlung des Finanzwissens in den Blickpunkt gerückt. Basierend auf Wissen können wir Vertrauen und Urteilskraft entwickeln", so die Bildungsministerin. Und weiter: "Entscheidend für demokratische Gesellschaften ist die emotionale Reife der Bürgerinnen und Bürger." Für Schmied geht es in der Frage der Bildung neben der Vermittlung von Wissen ganz entscheidend um Persönlichkeitsbildung. "Dieses Element dürfen wir nicht außer Acht lassen. Das Verantwortungsgefühl beginnt bereits im Kinderzimmer", erinnert die Ministerin. "Aufgabe der Bildung ist es, Menschen zu ihren wahren Möglichkeiten zu führen", so Schmied.

Für die Bildungsministerin ist daher auch die Position der Lehrerinnen und Lehrer bedeutend. "Sie haben eine wichtige Vorbildfunktion, die sie für die Schülerinnen und Schüler einnehmen. Es muss uns gelingen, respektvoll und wertschätzend mit der Profession der Lehrerinnen und Lehrer umzugehen. Nur wenn aus dem Respekt und der gesellschaftlichen Wertschätzung auch eine Stärkung der Profession gelingt, können die Lehrerinnen und Lehrer ihren großen Aufgaben entsprechen", betont Schmied. Daher sind die zwei großen strategischen Projekte, nämlich die PädagogInnenbildung Neu und das leistungsorientierte Dienst- und Besoldungsrecht für neueintretende Lehrende von großer Bedeutung.

Die Anknüpfungspunkte von Wirtschafts-, Finanz- und Verbraucherbildung im Schulbereich liegen im Volksschulbereich z.B. bei dem Thema "Wirtschaften in der Familie". Im Pflichtschulbereich und im Bereich der AHS sind Anknüpfungspunkte vor allem in Geografie und in der Wirtschaftskunde. Im Bereich der Allgemeinbildenden Höheren Schule ist auch vorgesehen, dass schulautonom das eigene Fach "Wirtschaftskunde" eingerichtet wird. Besonders ausgeprägt ist dieser Bereich naturgemäß in Berufsbildenden Schulen. "Das Berufsbildende Schulwesen in Österreich ist Weltspitze", so Schmied. "Die Bildungs-und Berufsberatung müssen wir verstärken, damit auch die Schulwahl entsprechend der Neigung und Begabung der jungen Menschen in der Oberstufe besser gelingt", betonte die Bundesministerin.

Schmied unterstreicht vor dem Hintergrund die Bedeutung der Berufspraktika für junge Menschen und plädiert dafür, dass die Unternehmen versuchen sollen, für Praktikantinnen und Praktikanten Betreuungsprogramme anzubieten. (Schluss) mas/sv

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