AK: Für Forschungsziel braucht es mehr Mittel - vom Staat und von den Unternehmen!

Auch Unternehmen müssen ihren Beitrag leisten

Wien (OTS) - Genügend finanzielle Mittel für die Forschung verlangt die AK anlässlich der heuti-gen Bilanz-Pressekonferenz der Forschungsförderungsgesellschaft. Das Ziel in der FTI Strategie lautet 3,76 Prozent Forschungsausgaben vom BIP bis 2020 zu erreichen. Dafür muss der Staat genug Mittel zur Verfügung stellen. Aber auch die Privaten müssen ihren Beitrag leisten: Der Unternehmenssektor muss 66 Prozent der Forschungsausgaben aufbringen - davon sind wir weit entfernt. Nicht einmal 60 Prozent sind es derzeit.

Die AK fordert die Sicherstellung der notwendigen finanziellen Mittel. Allerdings sind damit aus Sicht der AK die Mittel für die direkte Forschungsförderung gemeint. Während es bei der direkte Forschungsförderung um unmittelbare Geldleistungen für konkrete Projekte geht, können bei der steuerlichen Forschungsförderung Betriebsausgaben, die Jahre zurückreichen können und einen Forschungsbezug haben, steuerlich geltend ge-macht werden. Daher steht auch die AK dieser teuren Form der Förderung kritisch ge-genüber: Tatsächlich wurde die steuerliche Förderung im letzten Jahrzehnt zu Lasten der direkten Förderungen deutlich ausgebaut. Mit über 300 Millionen übersteigt sie bereits seit dem Jahr 2000 die direkte Förderung. Außerdem kommt sie vor allem großen Unternehmen zu Gute: Laut Statistik Austria erhalten von etwa 2.500 forschenden Unter-nehmen die Top 10 fast 34 Prozent der steuerlichen Forschungsförderung.

Das Budgetbegleitgesetz 2011 hat wieder zu einer Erhöhung der steuerlichen Förde-rung geführt, da die Forschungsprämie von acht auf zehn Prozent erhöht wurde. Eine weitere Erhöhung der steuerlichen Forschungsförderung darf es nicht mehr geben, so die AK. Außerdem muss jetzt die Zuerkennung der bestehenden steuerlichen Möglichkeiten genau überprüft werden.

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