Grüne Wien/Hebein zu Dringlicher Anfrage: FPÖ verschließt Augen vor Armut

Wien (OTS) - Eine unheilige Allianz zwischen FPÖ und ÖVP ortet die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein bei der heutigen dringlichen Anfrage im Wiener Landtag bezüglich generelles Bettelverbot. "Wenn FPÖ und ÖVP ein generelles Bettelverbot fordern, dann treten sie auf Menschen hin, die bereits am Boden liegen und verschließen die Augen vor der Tatsache, dass es Armut in Wien gibt", so Hebein. Mit Bildern von Bettlerbanden und mafiösen Hintermännern wird die Realität verschleiert, weil man sie nicht sehen will. "Die Strassers und Grassers in Österreich halten oft genug die Hand auf, ohne eine Leistung dafür zu bieten. Statt hier aufzuräumen, werden Menschen bestraft, die ihr Leben mit kleinen Gaben von 50 Cent oder 1 Euro bestreiten müssen", ärgert sich Hebein.

Das Wiener Landessicherheitsgesetz verbietet schon jetzt das aggressive Betteln, das organisierte Betteln, das Betteln unter Mitnahme unmündiger Minderjähriger und seit Juni 2010 auch das gewerbsmäßige Betteln. Anerkennung zollt Hebein Bürgermeister Häupl, der im heutigen Landtag angekündigt hat, das derzeitige Bettelverbot überprüfen zu wollen, um nicht Menschen in Armut zu treffen. "Betteln ist ein Teil der Gesellschaft. Es ist menschenunwürdig, die Armen zu bekämpfen, und nicht die Armut", so Hebein abschließend

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