Königsberger-Ludwig/Wurm: Unterschiedliche Einstiegshürden im Polizeidienst

Schreiben der SPÖ-Abgeordneten an die Innenministerin

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung Ulrike Königsberger-Ludwig und die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm ersuchen Innenministerin Maria Fekter, die unterschiedlichen Einstiegshürden für Frauen und Männer im Polizeidienst zu ändern. In einem Brief an die Innenministerin kritisieren sie, dass junge Frauen, die gern den Beruf der Polizistin ergreifen würden, aufgrund ihrer Körpergröße die erste Einstiegshürde nicht überspringen können. "Dürfen Männer zehn Zentimeter unter der geforderten durchschnittlichen Körpergröße sein, sind es bei Frauen gerade einmal vier Zentimeter. Das ist eine Diskriminierung der Frauen", so Wurm und Königsberger-Ludwig am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Österreichische Männer haben eine durchschnittliche Körpergröße von 178 cm und müssen für den Polizeidienst eine Körpergröße von 168 cm aufweisen. Sie dürfen also zehn Zentimeter unter dem Durchschnitt liegen. Österreichische Frauen haben eine durchschnittliche Körpergröße von 167 cm, müssen für den Polizeidienst aber eine Mindestkörpergröße von 163 cm aufweisen. Sie dürfen also nur vier Zentimeter unter dem Durchschnitt liegen. "Diese Abweichungsdifferenz ist sachlich nicht gerechtfertigt", so Königsberger-Ludwig. Den Brief sehen die beiden SPÖ-Abgeordneten als Unterstützung für die von der Innenministerin offenbar geplanten Änderungen. "Diese Einstiegshürden müssen geändert werden. Es braucht eine zeitgemäße Regelung für Frauen und Männer", so Wurm. (Schluss) sv/sl/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0010