vida und GPA-djp: Mehr Geld für gutes Angebot an Pflege und Betreuung nötig

Arbeitgeber bestätigen mit ihrem "Hilferuf" die Gewerkschaftsforderungen

Wien (OTS/ÖGB) - Für die Aufrechterhaltung und den Ausbau des Angebots an professioneller Pflege und Betreuung braucht es dringend mehr Geld. "Die Gewerkschaften haben die Finanznot wiederholt zum Thema gemacht, jetzt bestätigen uns die Arbeitgeber aus der Branche in dieser Forderung", stellen vida-Vorsitzender Rudolf Kaske und GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian fest. Im Rahmen einer Pressekonferenz rief die Arbeitgeberseite, die in der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) organisiert ist, heute zur "sozialen Landesverteidigung" auf.++++

Kürzungen der Sozialbudgets im Bund und den Ländern sowie die völlig inakzeptable Weigerung einzelner Länder, den Organisationen im Sozialbereich die kollektivvertragliche Erhöhung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten abzugelten, haben heute zu einem Aufschrei der Arbeitgeber geführt.

"Wenn für Pflege und Betreuung nicht genug Geld da ist, dann schadet das allen: den Betreuungsbedürftigen, ihren Familien und den Beschäftigten in der Branche. Sie spüren die Finanzierungsengpässe schon jetzt an gestiegenem Arbeitsdruck, chronischer Unterbesetzung und einer nur mäßigen Entlohnung", erklärt Katzian. Es brauche deshalb eine dauerhafte und nachhaltige Absicherung für den Sozialbereich. "Die kürzlich von der Bundesregierung präsentierte Einigung über die Finanzierung eines Pflegefonds bis 2014 ist ein erster Schritt. Für die ausreichende Finanzierung von Pflege und Betreuung müssen aber weitere Maßnahmen folgen", fügt Kaske hinzu.

"Die öffentliche Hand muss für die Leistungen, die sie bei den Sozialorganisationen bestellt, auch einen fairen Preis bezahlen", teilt Kaske die Forderung der Arbeitgeber nach einer Valorisierung der bereitgestellten Gelder entsprechend den kollektivvertraglichen Vereinbarungen.

Die Forderung der Arbeitgeber zur Sicherstellung von Pflege und Betreuung zeigt einmal mehr, dass Steuern auf Vermögen ein Gebot der Stunde sind. "Die Gewerkschaften treten schon seit langem für die Einführung einer Vermögenssteuer ein, um im Interesse der Bevölkerung und der Beschäftigten aus dem Gesundheits- und Sozialbereich eine nachhaltige Absicherung von Pflege und Betreuung zu gewährleisten", so Katzian abschließend.

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