SJ zum Tag des Praktikums: Kampf der modernen Sklaverei!

Generation Praktikum und prekäre Beschäftigung bedeuten meilenweiten Rückschritt in den Arbeitsverhältnissen

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Tags des Praktikums fordert Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, die volle arbeits- und sozialrechtliche Absicherung der PraktikantInnen:
"Jugendliche Beschäftigte wandern heute von einem Praktikum zum nächsten, oftmals ohne Versicherungsschutz und angemessener Entlohnung. Diesen Vorboten einer modernen Form der Sklaverei muss schleunigst der Riegel vorgeschoben werden!" Denn die atypisch Beschäftigten von heute seien die Armen von morgen: "Viele arbeiten jahrelang ohne klar definierte Rechte und zahlen mangels ordentlichem Lohn nicht ins Pensionssystem ein." Dies schaffe nicht nur Probleme für die Betroffenen, sondern auch für das öffentliche Pensionssystem.

Die Sozialistische Jugend schließt sich der Forderung der AK an, eine gesetzliche Regelung von Pflichtpraktika zu schaffen. Zudem fordert die SJ die Anerkennung von Praktika nur im Rahmen eines Dienstverhältnisses, die Beseitigung sämtlicher Unklarheiten, was die arbeits- und sozialrechtliche Absicherung betrifft, die Schaffung klarer Mindestanforderungen, den vollen Erhalt von Sozialleistungen und eine generelle Prioritätensetzung der Regierung auf Jugend-Vollbeschäftigung. "Unter den Jungen sind Generation Praktikum und prekäre Beschäftigung mittlerweile zum Regelfall geworden. Sie bedeuten eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse und damit einen meilenweiten Rückschritt. Die Herabwürdigung junger ArbeitnehmerInnen zu rechtlosen Billig-Arbeitskräften muss ein rasches Ende finden", so Moitzi abschließend in Richtung Wirtschaft.

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