"Wirtschaftsprognosen zeigen Wettbewerbsfähigkeit von Österreichs Betrieben"

WKÖ-Schneider ortet aber große Risiken für Konjunktur - nachhaltiges Wachstum braucht Innovationen und Investitionen

Wien (OTS/PWK239 ) - "Die erfreulichen Wirtschaftsprognosen von
WIFO und IHS für das heurige Jahr sind - insbesondere auch im Vergleich zu anderen EU-Staaten - ein positives Zeugnis für die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen. Und sie sind ein Beleg dafür, dass die Regierung und die Sozialpartner in den vergangenen Jahren die richtigen Maßnahmen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise gesetzt haben." Christoph Schneider, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, sieht allerdings auch große Risiken bei der Erreichung des für heuer prognostizierten Wirtschaftswachstums von 2,5 Prozent: "Die Natur-und Atomkatastrophe von Japan, die politische Instabilität in Afrika und Nahost sowie die Abschaltung etlicher Atomkraftwerke in Europa führen zu einer deutlichen Verteuerung von Energie. Dazu kommen die Staatsschuldenproblematik in Europa, speziell in Irland und Portugal und die nach wie vor ungelösten Stabilitätsprobleme an den Finanzmärkten. Auch die globale Verteuerung (samt teilweiser Ausfuhrbeschränkungen) von Rohstoffen und Nahrungsmitteln sind Gift für einen nachhaltigen internationalen Aufschwung."

Um den Aufschwung in Österreich nachhaltig abzusichern, darf es, so Schneider, angesichts der bestehenden Unsicherheiten zu keinen zusätzlichen Belastungen der Betriebe kommen: "Drohende Steuer-und Abgabenerhöhungen, teurere Firmenfinanzierung aufgrund steigender Zinsen und überproportional hohe Lohnrunden dämpfen die wirtschaftliche Entwicklung und damit die Beschäftigung." Insbesondere die Exportbetriebe können angesichts der internationalen Konkurrenz und des anhaltend hohen Euro-Außenwerts die eingetretenen Kostensteigerungen kaum zur Gänze einpreisen. Österreichs Betriebe benötigen für ein nachhaltiges Wachstum Unterstützung bei Neu-Investitionen und Innovationen.

Um die europäische Wirtschaft anzukurbeln, müssten jetzt die Schuldenprobleme der EU-Staaten mit Strukturreformen gelöst werden, um mehr Vertrauen der Investoren zu erreichen. Um eine neue Finanzkrise zu vermeiden, müssen von den G 20, so Schneider, nun endlich die diskutierten Finanzmarktreformen umfassend umgesetzt werden. Und in den globalen Handelbeziehungen müsse Europa darauf drängen, dass Restriktionen und Begrenzungen zurückgenommen bzw. vermieden werden: "Das sichert die Rohstoffe und Absatzmärkte, die für ein vernünftiges Wachstum unerlässlich sind." (Rh)

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