Kadenbach mit Dringlichkeitsantrag an EU-Kommission: Grenzwerte bei Lebensmitteln senken!

SPÖ-Europaabgeordnete kritisiert Informationspolitik der EU-Behörde

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach,
Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Nahrungsmittelsicherheit, fordert angesichts der Erhöhung der radioaktiven Grenzwerte bei Lebensmitteln in Europa nach der Nuklearkatastrophe in Japan ein rasches Umdenken der EU-Kommission. "Das ist genau die falsche Antwort der Kommission. Hier verspielt die Kommission auf verhängnisvolle Weise das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die EU", so Kadenbach am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie werde als gewählte Volksvertreterin im EU-Parlament nun alles in ihrer Macht Stehende tun, für größtmögliche Transparenz zu sorgen und fordert in einer dringlichen schriftlichen Anfrage an die EU-Kommission Aufklärung über deren Informationspolitik sowie eine Rücknahme der Grenzwerterhöhung. ****

Hier die dringliche Anfrage von Karin Kadenbach an die EU-Kommission im Wortlaut:

"Unabhängige Verbraucherschützer und Umweltschutzorganisationen haben darüber informiert, dass die Europäische Kommission die radioaktiven Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan in der EU erhöht hat. Teilweise sind diese Grenzwerte nun höher als in Japan selbst. Daher meine dringlichen Fragen an die Kommission:

1. Warum hat die Kommission die Grenzwerte erhöht?
2. Warum liegen diese Grenzwerte in der EU teilweise höher als in Japan?
3. Warum hat ein Sprecher der Kommission noch am Mittwoch, 30. März, der Deutschen Presseagentur gesagt: "Wir haben überhaupt nichts erhöht."?
4. Wann und wie wurde das Europäische Parlament informiert?
5. Wann und wie wurde der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Nahrungsmittelsicherheit des Europäischen Parlaments informiert? 6. Wann und wie wurde die Bevölkerung informiert?
7. Welche Maßnahmen gedenkt nun die Kommission zu setzen, um diese Erhöhung schnellstmöglich rückgängig machen zu können?"

(Schluss) bj/mp

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