ÖH: Nein zur Ausbeutung von PraktikantInnen!

Rechtlicher Schutz und Qualitätssicherung für Praktika

Wien (OTS) - Anlässlich des europäischen PraktikantInnentages verurteilt die Österreichische HochschülerInnenschaft die Ausbeutung junger Menschen in Praktika. "PraktikantInnen werden als billige Arbeitskräfte missbraucht. Praktika sollen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln - sie dürfen kein Instrument sein, um die Gehaltskosten zu drücken", so Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

"Praktika befinden sich im arbeitsrechtlichen Graubereich - sie sind zugleich Ausbildungs- und Arbeitsverhältnis. Die unklaren Regelungen unterstützen den Missbrauch. Es braucht eindeutige gesetzliche Bestimmungen, die PraktikantInnen arbeits- und sozialrechtlich absichern und ihnen eine angemessene Bezahlung garantieren - entweder durch Aufnahme in Kollektivverträge oder ein eigenes Praktikumsgesetz", so Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin.

"Viele Studierende absolvieren Pflichtpraktika oder wollen eine praktische Lernerfahrung neben ihrer Ausbildung sammeln. Bei ausbildungsbezogenen Praktika für Studierende muss eine enge Kooperation mit den Universitäten und Fachhochschulen stattfinden. Die Hochschulen haben die Verantwortung, die Qualität der Praktika hinsichtlich Anforderungen, Betreuungssituation und Wissensgewinn zu prüfen", so Thomas Wallerberger vom ÖH-Vorsitzteam. "Praktika helfen nur in wenigen Fällen beim Berufseinstieg. Es müssen Berufseinstiegsprogramme wie Jobcoachings, Arbeitstrainings und Einstiegshilfen geschaffen werden, die AbsolventInnen einen sozial abgesicherten Berufseinstieg ermöglichen", so das Vorsitzteam abschließend.

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