EU-Register Für klinische Studien erhöht Transparenz

Wien (OTS) - Ab sofort haben Patienten EU-weiten Zugang zu allen genehmigten Arzneimittelprüfungen: Das EU-Register für klinische Studien ist online und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Transparenz im Bereich Arzneimittelforschung. Die Veröffentlichung einer Studie erfolgt, sobald eine Studie genehmigt ist. Gleichzeitig laufen immer etwa 10.000 Prüfungen pro Jahr.

1. April 2011-Das EU-Register für klinische Prüfungen wurde nun in Brüssel präsentiert und ins Netz gestellt. Damit haben alle EU-Bürgerinnen und Bürger Zugang zu Informationen über sämtliche klinische Arzneimittelprüfungen, die in der EU stattfinden. Betrieben und verwaltet wird das Register von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA. Diese veröffentlicht die relevanten Informationen sobald die klinische Prüfung genehmigt worden ist.

Bereits seit letztem Jahr gibt es eine Meldepflicht zum Register über Nicht-Interventionelle Studien (NIS). Auch dieses Register ist öffentlich zugänglich. NIS sind im Rahmen der Pharmakovigilanz, also der Arzneimittelüberwachung, absolut notwendig und gesetzlich in der Pharmakovigilanz-Verordnung geregelt.

"Mit dem Register realisiert die gesamte pharmazeutische Industrie einen weiteren wichtigen Beitrag zur Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit von Informationen bei der Entwicklung neuer Produkte", betonte Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig anlässlich des "Go live" des Registers. Die Pharmaindustrie beweise damit, dass sie keine wie immer gearteten Probleme mit Transparenz habe. Patienten könnten sich damit schnell und einfach einen Überblick über laufende Prüfungen verschaffen und so etwa über neue Therapieformen informieren. Selbstverständlich seien die Register aber auch für Beschäftigte im Bereich des Gesundheitswesens, für die Wissenschaft und für die Industrie von großem Interesse, weil damit etwa teure Mehrfachprüfungen vermieden werden könnten, so Huber abschließend.

Über die Pharmig:

Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharma-Industrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand April 2011), die den Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca.10.000 Beschäftigte.

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