Remler beim informellen Familienministerrat in Gödöllö: "Familienpolitik ist Zukunftsfrage Europas!"

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zentrale Herausforderung der Gegenwart und Zukunft

Gödöllö/Ungarn (OTS/BMWFJ) - In ihrer Rede beim informellen Familienministerrat im ungarischen Gödöllö betonte Staatssekretärin Verena Remler heute die Bedeutung der Familienpolitik für die künftige gesellschaftliche Entwicklung Europas. "Das internationale Zusammentreffen ist eine gute Gelegenheit, sich über die Erfahrungen der einzelnen Mitgliedstaaten auszutauschen und die Zukunftschancen Europas und seiner Familien und Kinder weiter zu verbessern", so Remler. Die Familienstaatssekretärin berichtete dabei über Österreichs Antworten auf aktuelle gesellschafts- und familienpolitische Herausforderungen.

Moderne Familienpolitik sei eine Querschnittsmaterie. "Wir alle sind gefordert, die kinder- und familienfreundlichen Strukturen weiter zu verbessern und somit den Menschen zu ermöglichen, in der von ihnen gewünschten Familienform zu leben", so Remler. Der Unterschied zwischen dem Kinderwunsch und der tatsächlich realisierten Geburtenrate zeige, dass bei den Rahmenbedingungen noch Handlungsbedarf bestehe.

Zentrales familienpolitisches Ziel sei es daher, die Rahmenbedingungen für eine Elternschaft auch bereits im frühen Erwachsenenalter zu verbessern, die Väterbeteiligung an den Betreuungsaufgaben zu verstärken und Kinderbetreuungsangebote qualitätsvoll auszubauen. "Zur Erreichung dieser Ziele setzt Österreich auf eine gute Balance von drei Säulen: die finanzielle Unterstützung von Familien, die Schaffung adäquater Rahmenbedingungen sowie weitere Maßnahmen in Richtung familienfreundliche Wirtschaft", skizzierte die Familienstaatssekretärin.

Remler verwies dabei darauf, dass die Schaffung von bedarfsgerechten, qualitätsvollen, flexiblen und leistbaren Kinderbetreuungsangeboten ein zentraler Faktor für das Gelingen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei: "Die Kinderbetreuung liegt in Österreich in der Kompetenz der Länder. Auf Grund der Wichtigkeit des Themas leistet der Bund einen finanziellen Beitrag, welcher sich in den Jahren 2008 bis 2013 in der Höhe von rund 370 Mio. Euro bewegt. In den letzten Jahren konnte die Betreuungsquote deutlich erhöht werden", so Remler beim Familienministerrat in Gödöllö.

Weiters verwies Remler bei den erfolgreichen familienpolitischen Maßnahmen auf die Einführung des verpflichtenden und halbtags kostenlosen Kindergartenjahres sowie die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten. Weiteren Aufhol- und Bewusstseinsbildungsbedarf ortet Verena Remler bei der Stärkung einer familienbewussten Berufswelt: "Wir können der Wirtschaft Familienfreundlichkeit nicht per Gesetz verordnen, aber wir können sie davon überzeugen, dass familienfreundliche Maßnahmen nachweislich betriebswirtschaftliche Vorteile bringen."

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