Atom - Bayr: RWE-Klage gegen AKW-Abschaltung ist Unverschämtheit sondergleichen

Stellungnahme von RWE-Aufsichtsrat ÖVP-Mandatar Schüssel gefordert

Wien (OTS/SK) - In der Klage des deutschen Energiekonzerns RWE
gegen die Abschaltung des veralteten Kernkraftwerks Biblis A sieht SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr eine "Unverschämtheit sondergleichen". "RWE stellt seine wirtschaftlichen Interessen ohne jede Scham und ohne Skrupel über die Sicherheit der Bevölkerung", so Bayr im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. Bayr fordert eine öffentliche Stellungnahme von ÖVP-Mandatar Wolfgang Schüssel, seines Zeichens hochbezahlter Aufsichtsrat beim deutschen Atom-Konzern. ****

"Wenn sich Kollege Schüssel schon ein Zubrot bei einem deutschen Atom-Konzern verdient, kann er der österreichischen Öffentlichkeit sicher die Beweggründe für die Klage erläutern", so Bayr.

An der Klage zeige sich deutlich, mit welchen Mitteln die Atom-Lobby europaweit gegen einen Atom-Ausstieg kämpfe. "Diese Leute bekommen den Hals einfach nicht voll. Das Ausmaß der Katastrophe in Japan ist noch nicht endgültig abschätzbar und die Atomlobby schielt schon wieder auf ihre Gewinne", so Bayr. Sie unterstrich daher die Notwendigkeit einer Bürgerinitiative für ein atomfreies Europa.

Der ehemalige Bundeskanzler und jetzige ÖVP-Nationalratsabgeordnete Wolfgang Schüssel erhält laut Medienberichten zwischen 200.000 und 300.000 Euro pro Jahr von RWE. Der Konzern war eine der treibenden Kräfte hinter den Bemühungen um die Laufzeitverlängerung alter deutscher AKW. (Schluss) sa/sc

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