Kaske zu Arbeitslosigkeit: Bei Schulungsmaßnahmen nicht nachlassen

Arbeitsmarktlage für Ältere bleibt problematisch, Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dienstleistungsbereich trifft Frauen besonders

Wien (OTS/ÖGB) - "5,2 Prozent weniger Arbeit Suchende als vor
einem Jahr - das ist eine gute Nachricht. Weniger erfreulich ist jedoch, dass die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen mit -0,3 Prozent nur geringfügig gesunken ist und die Zahl der Arbeitslosen in wichtigen Dienstleistungsbranchen wie dem Tourismus und dem Gesundheits- und Sozialwesen stark angestiegen ist", sagt ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und vida-Vorsitzender Rudolf Kaske zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für März 2011. Insgesamt waren Ende März 252.587 Personen beim AMS als arbeitslos vorgemerkt, dazu kommen noch 69.515 Arbeit Suchende in Schulungen. ++++

Während bei den Männern ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 10,1 Prozent zu registrieren ist, nahm die Zahl der arbeitslosen Frauen, die sich nicht in einer Qualifizierungsmaßnahme befinden, neuerlich zu. "In der Industrie und am Bau ist die Arbeitslosigkeit rückläufig, aber im Dienstleistungsbereich steigt sie. Das trifft vor allem die Frauen. Es ist deshalb wichtig, dass das AMS verstärkt Maßnahmen zur Qualifizierung der betroffenen Arbeit suchenden Frauen setzt", verlangt Kaske. Sein Wunsch: "Wir brauchen Schulungsmaßnahmen mit Qualität, die den Arbeit Suchenden die Chance auf bessere und stabilere Beschäftigungsverhältnisse bringt."

Bedenklich sei der seit einigen Monaten zu registrierende Anstieg der Arbeitslosigkeit in den "Zukunftsjobs" im Sozial- und Gesundheitswesen. "Die Branche braucht dringend mehr Geld. Der Bedarf an professioneller Pflege und Betreuung steigt, doch viele Organisationen und Unternehmen aus der Branche haben aus finanziellen Gründen laufend zu wenig Personal im Einsatz. Zugleich ist die Fluktuation sehr hoch, weil viele Beschäftigte angesichts der unattraktiven Arbeitsbedingungen und nur mäßiger Bezahlung nicht lange in den Betrieben bleiben", so Kaske.

Damit sich die Arbeitsmarktlage für ältere ArbeitnehmerInnen bessert, verlangt Kaske eine Verstärkung der betrieblichen Gesundheitsförderung. Dabei gehe es darum, nicht nur die Beschäftigten zu einem gesundheitsfördernden Verhalten zu ermuntern, sondern vor allem krankmachende Arbeitsbedingungen auszuschalten. Zusätzlich müsse auch die ausreichende Finanzierung von AMS-Maßnahmen für ältere ArbeitnehmerInnen gesichert werden, sagt Kaske.

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