FP-Frigo zu In-Vitro-Fertilisation: Anzahl der transferierten Embryonen auf drei reduzieren

Mehrlingsschwangerschaften, Frühgeburten und sonstige Komplikationen müssen weitgehend verhindert werden

Wien (OTS/fpd) - Da die mittels In-Vitro-Fertilisation (IVF) "gezeugten" Kinder kontinuierlich zunehmen, jedoch vermehrt zu Risiko-Mehrlingsschwangerschaften führen, fordert heute der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Peter Frigo in seiner Rede im Wiener Landtag, die Anzahl der transferierten Embryonen auf höchstens drei zu reduzieren.

Die Erfolge der Reproduktionsmedizin verhelfen vielen sonst kinderlosen Paaren zu ihrem Wunschkind. Um diesen Wunsch zu verwirklichen, werden im Zuge der IVF Risken für die Frauen selbst, aber auch für die mittels IVF entstandenen Kinder in Kauf genommen. Um den Erfolg der IVF zu steigern, werden den Frauen oftmals mehr als ein, ja bis zu vier Embryonen transferiert - in Einzelfällen wird von der Transferierung von bis zu 7 Embryonen berichtet, so Frigo, der weiter meint, dass die Transferierung mehrerer Embryonen notwendiger Weise auch die Rate von Mehrlingsschwangerschaften erhöht, was keinesfalls als Erfolg der Reproduktionsmedizin zu werten ist.

Daten belegen, dass sowohl in Deutschland wie auch in Österreich zwischen 40 und 50% aller Kinder aus reproduktionsmedizinischen Interventionen Mehrlingskinder sind. Frühgeburtlichkeit, und hier insbesondere die frühe Frühgeburtlichkeit ist proportional zur Anzahl der Mehrlinge. Je höhergradiger die Mehrlingsschwangerschaft, umso früher kommen die Kinder zur Welt, umso invasiver, längerfristiger und risikoreicher ist die neonatologische Intensivbehandlung. Nicht selten versterben diese Kinder nach langer intensivmedizinischer Behandlung oder werden mit einer Behinderung aus der neonatologischen Versorgung entlassen, weiß Frigo.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen haben sich vor einigen Jahren Schweden, England und Belgien entschlossen, die Anzahl der zu transferierenden Embryonen auf drei gesetzlich zu begrenzen.
Das entspricht auch der langjährigen Forderung der österreichischen Fachgesellschaft für Reproduktionsmedizin, sowie dem bundesdeutschen Fortpflanzungsgesetz. Dies würde auch einen Embryonentourismus verhindern. Aus diesem Grund wird die FPÖ gemeinsam mit Rot und Grün einen Antrag im Wiener Landtag einbringen, in dem die die Bundesregierung aufgefordert wird, das Fortpflanzungsmedizingesetz dahingehend zu überprüfen, ob es lt. aktuellem Stand der Wissenschaft und Forschung geboten ist, die Zahl der im Rahmen der IVF zu transferierenden Embryonen auf eine Höchstzahl von drei Embryonen zu begrenzen, gibt Frigo abschließend bekannt. (Schluss) hn

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