Tumpel: Arbeitsmarktlage für Ältere bleibt kritisch

AK verlangt mehr Gesundheitsförderung und Ausbildungsmaßnahmen für Ältere

Wien (OTS) - Mit rund 322.100 Arbeit Suchenden Menschen (knapp 252.600 arbeitslos gemeldeten Personen und 69.500 Personen in Schulungen des Arbeitsmarktservice) im März ist die Arbeitslosigkeit der arbeitslos gemeldeten Personen im Vergleich zum Vorjahr um über 13.700 bzw rd 5 Prozent weiter deutlich gesunken. Nach Alter betrachtet, haben die ArbeitnehmerInnen über 50 Jahre nur unterdurchschnittlich von der Arbeitsmarktentwicklung profitieren können. "Dass es auf dem Arbeitsmarkt zur Zeit gut läuft, ist erfreulich", sagt AK Präsident Herbert Tumpel, "aber bei allen Erfolgen der Arbeitsmarktpolitik gibt es aber noch keinen Grund zur Entwarnung." Besonders die Entwicklung bei den älteren ArbeitnehmerInnen gibt Anlass zur Sorge, da in dieser Gruppe die Arbeitslosigkeit nur unterdurchschnittlich zurückgegangen ist. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Die erwerbsfähige Bevölkerung über 50 Jahre wird bis 2015 von knapp 840.000 (2010) auf über eine Million ansteigen. "Die Arbeitsmarktzahlen zeigen aber schon jetzt, dass sich die Betriebe darauf nicht einstellen", kritisiert Tumpel die Tatsache, dass ältere ArbeitnehmerInnen auf dem Arbeitsmarkt schon jetzt schlechtere Karten haben. Der AK Präsident fordert daher insbesondere eine neue Unternehmenskultur und alternsgerechte Arbeitsplätze.

Für Tumpel steht im Vordergrund: "Es muss gelingen, die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen zu verändern. Denn heute ist die Gesundheitsgefährdung auf den Arbeitsplätzen viel zu hoch. Außerdem werden ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung in den Unternehmen massiv benachteiligt." Jetzt geht es darum, die zunehmenden psychischen Belastungen im ArbeitnehmerInnenschutz besser zu verankern und das im Dezember beschlossene Arbeits- und Gesundheitsgesetz mit dem Projekt "fit2work" rasch umzusetzen. Darüber hinaus verlangt Tumpel ein ausreichendes Budget für das AMS zur Finanzierung von Maßnahmen zugunsten älterer ArbeitnehmerInnen und Arbeitsuchenden mit gesundheitlichen Problemen.

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