Pilz: Haselsteiner baut an AKW Mochovce mit und sabotiert Österreichs Anti-AKW-Politik

Pilz fordert Sanktionen gegen "strahlende Atomunternehmer" Österreichs

Wien (OTS) - Hans-Peter Haselsteiners Strabag-Tochter ZIPP hat den Auftrag bekommen am Atomkraftwerk Mochovce 3+4 mit zu bauen. "Das ist ein 88 Millionen Euro Auftrag. Damit beteiligt sich Haselsteiner am Geschäft mit grenznahen AKW und sabotiert die gemeinsame Anti-AKW-Politik Österreichs", erklärt der Sicherheitssprecher der Grünen, Peter Pilz. Bundeskanzler Faymann hatte ja angekündigt, die slowakische Regierung wegen der Verletzung der Aarhus-Konvention beim Bau des AKW Mochovce 3 und 4 bei der EU-Kommission anzuzeigen. "Faymann wird nun schnell handeln müssen. Denn der illegale Bau des slowakischen Atomkraftwerks beginnt", so Pilz und fordert "den nationalen Schulterschluss gegen die 'strahlenden Atomunternehmer' dieser Republik".

Pilz schlägt eine gemeinsame Vorgangsweise von Regierung und Opposition vor, die folgendes beinhaltet: 1. Einen gemeinsamen Aufruf an alle österreichischen Unternehmen, sich nicht am Bau oder Betrieb von AKW's zu beteiligen. 2 Einen Code of Business Conduct, der vom Wirtschaftsminister erarbeitet werden soll. 3. Eine schwarze Liste der österreichischen Atomunternehmen und 4. Sanktionen gegen die Unternehmen auf dieser Liste insbesondere den Ausschluss von Exportgarantien und Exportförderungen.

"Ich erwarte mir ein gemeinsames Vorgehen insbesondere mit dem Bundeskanzler und dem Wirtschaftsminister. Es geht nicht nur um den Fall Haselsteiner, sondern auch um weitere österreichische Unternehmen", erläutert Pilz und weiter: "Ich erwarte vom Wirtschaftsminister, dass er systematisch untersuchen lässt, welche österreichischen Unternehmen vom Bau und Betrieb von AKW beteiligt sind und damit den AKW-Konsens torpedieren".

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001