warm-up zur Zukunftskonferenz win2: "Morgen entscheiden wir!"

Start zur 6. Zukunftskonferenz: Podiumsdiskussion "Arbeitswelt 2025 - Ist unser Bildungssystem den Herausforderungen der Zukunft gewachsen?

Wien (OTS) - Zur Einstimmung auf die 6. Zukunftskonferenz win2 im Mai 2011 veranstaltete der Uni Management Club Wien (UNIMC Wien) in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien die Podiumsdiskussion "Arbeitswelt 2025 - Ist unser Bildungssystem den Herausforderungen der Zukunft gewachsen?".
Die Zukunftskonferenz win2 des UNIMC hat sich als Dialogplattform für engagierte und visionäre Studierende und Young Professionals, die für sich und die Gesellschaft Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten wollen, etabliert. In interdisziplinären, generationenübergreifenden und brisanten Diskussionen werden 150 junge Menschen gemeinsam mit EntscheidungsträgerInnen, PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen Lösungen für die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen finden, innovative Ideen entwickeln und nachhaltige Strategien erarbeiten.
Die win2 bietet die einmalige Chance mit VertreterInnen von Top-Unternehmen (PwC Österreich, Baker & McKenzie, Hernstein Institut, Lebensministerium/respACT, McKinsey&Company, REWE, Samsung, Schönherr, STRABAG, VERBUND) und namhaften ReferentInnen wie Claus J. Raidl (Präsident OeNB), Kurt Kotrschal (Wissenschaftler des Jahres 2010), Harry Gatterer (Leiter Zukunftsinstitut Österreich), Alfred Gusenbauer (Bundeskanzler a.D.) uvm in Kontakt zu treten.
Somit wird das Schloss Esterhazy in Eisenstadt vom 20. bis 22. Mai 2011 erneut zum Zentrum der EntscheidungsträgerInnen von Heute und Morgen. Interessierte haben noch bis Sonntag, 3. April, die Möglichkeit sich online auf www.winquadrat.at zu bewerben.
Die TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion "Arbeitswelt 2025 - Ist unser Bildungssystem den Herausforderungen der Zukunft gewachsen?" konnten bereits einen ersten Eindruck dieser unverwechselbaren win2 Atmosphäre gewinnen.

BILDUNGSSYSTEM UND ARBEITSWELT BEDINGEN EINANDER WECHSELSEITIG
In seinem Begrüßungsstatement urgierte der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien, Paulus Stuller, eine tiefgehende und umfassende Bildungsdiskussion. "Die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs sind Wissen und Bildung. Unser Ziel muss es daher sein, ein flexibles, forderndes und förderndes Bildungssystem zu schaffen, das nicht nur grundlegende Fähigkeiten vermittelt, sondern Lust macht auf mehr. Auf mehr Ausbildung, Wissen, auf praktische Umsetzung", so Stuller. Sandra Baierl (KURIER) erörterte sodann mit den PodiumsdiskutantInnen eine der wichtigsten Zukunftsfragen: Bei wem liegt die Verantwortung auf die sich wandelnden gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Strukturen zu reagieren und das Bildungssystem dementsprechend anzupassen?
Dabei wurde nicht nur der Frage nachgegangen, inwieweit unser Bildungssystem und die Arbeitswelt zusammenhängen, sondern es wurden auch Tendenzen, Chancen und Visionen im Bildungsbereich erörtert und die weiteren Schritte skizziert, die in Österreich zu setzen sind, um sich auch in Zukunft im globalen Wettbewerb behaupten zu können. Dass über diese zu setzenden Schritte allerdings nicht immer Einigkeit herrscht, wurde in der Diskussion deutlich:
So sieht Peter Skalicky, scheidender Rektor der TU Wien, das tertiäre Bildungssystem den Anforderungen der jetzigen und zukünftigen Arbeitswelt gewachsen. "Im Sekundärbereich ist das leider nicht ganz so, Fremdsprachen und mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung scheinen zu kurz zu kommen", fügte er hinzu. Es sei außerdem eine Holschuld, die vielfältigen Angebote höherer Bildung auch wahrzunehmen.
Dennoch: "Eine hohe Akademikerquote sagt wenig über die Qualität und Praxisrelevanz der angebotenen Studiengänge aus", so Elizabeth Hull, Human Capital Leader bei PwC Österreich, selbst Absolventin des britischen Hochschulsystems. Oft sei es schwierig, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu spannen. Umso erfreulicher sei es daher, dass Hochschulen den Austausch mit Unternehmen suchten.
Auch Klaus Schedler von der Abteilung für Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich sieht einen Bedarf, das Bildungssystem "lebensnaher" zu gestalten. Der erste Schritt liege dabei darin, die Bereiche Arbeitsmarkt und Bildung zu thematisieren, denn: "Die bildungspoltischen Ziele der letzten Jahre waren in erster Linie von standespolitischen Positionen der Lehrer und entwürdigenden Pisa-Ergebnissen geprägt. Da war der rote Faden in der Bildungspolitik schon recht schwer zu finden: Das Non scolae sed vitae discimus scheint irgendwie aus dem Blickfeld geraten zu sein." Selma Prodanovic, Geschäftsführerin von Brainswork und Präsidentin von IncrediblEurope, empfindet das österreichische Bildungssystem in seiner heutigen Ausgestaltung als zu träge. "Wir bilden heute Menschen für Berufe aus, die möglicherweise nicht mehr existieren werden bis deren Ausbildung abgeschlossen ist bzw. können wir sie für die uns noch nicht bekannten Berufe der Zukunft gar nicht ausbilden", verdeutlichte sie das Problem. Es sei zu einfach, die Verantwortung unser System zu verändern nur einzelnen Institutionen zuzuschieben, befand sie. Schließlich trage jedeR von uns einen Teil dieser Verantwortung. "Die größte Veränderung muss in der Einstellung stattfinden, dass jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann und muss."

Hier hakte auch Markus Heingärtner, Bundesgeschäftsführer des management clubs, ein, der seine Ansicht darüber allerdings etwas drastischer formulierte:. "Wir haben zwei Möglichkeiten: Wir tun nichts und verabschieden uns in den nächsten zwei Generationen von unserem Wohlstand. Oder wir führen radikale Änderungen in unseren Kindergärten, Schulen und Hochschulen durch."
Trotz divergierender Ansichten, war man sich zumindest in einem Punkt einig: Österreich muss sich den Herausforderungen der nächsten Jahre stellen und Veränderungen vornehmen, um auch in Zukunft Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand gewährleisten zu können.

Informationen zur Podiumsdiskussion, zum UNIMC Wien sowie zur win2 finden Sie unter: http://wien.unimc.at und http://www.winquadrat.at

Rückfragen & Kontakt:

Barbara Steinkellner
Vorstandsmitglied
Uni Management Club Wien
barbara.steinkellner@unimc.at
Tel.: 0664-1246471

Roswitha Prassl
Projektleitung Zukunftskonferenz
Uni Management Club Wien
roswitha.prassl@unimc.at
Tel.: 0676-4014588

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