Wr. Gemeinderat - SP-Troch: "Zeitgeist der 20er Jahre, Erinnerungskultur des sozialen Fortschritts in Wien"

Wien (OTS/SPW-K) - In der Debatte zum Tagesordnungspunkt
"Subvention des Vereins Sammlung Rotes Wien" unterstrich SP-Gemeinderat Harald Troch die Bedeutung der im Karl-Marx-Hof gezeigten Dauerausstellung: "Es ist nicht nur unsere, sondern die allgemeine Einschätzung, dass diese Ausstellung eine wertvolle Ergänzung der Wiener Museumslandschaft darstellt." Dies sieht Troch vor allem durch die fruchtbare und positive Zusammenarbeit mit dem Architekturzentrum Wien und dem Wien Museum belegt. "Der Ausstellungsschwerpunkt auf Architektur in Wien in den 20er und 30er Jahren, insbesondere im Bereich des sozialen Wohnbaus, zieht Architekturstudentinnen und -studenten aus aller Welt in den Karl-Marx-Hof", betonte der SP-Gemeinderat.

"Diese Ausstellung spiegelt den Zeitgeist der 20er und 30er Jahre wider. Das rote Wien hat nicht zuletzt durch den sozialen Wohnbau eine enorme historische Bedeutung und genau diese Erinnerungskultur zum sozialen Fortschritt in Wien wird in diesem Museum gezeigt", so Troch.

Scharfe Kritik übte der SP-Gemeinderat an der Verharmlosung der Zwischenkriegszeit als "unruhige Zeiten" durch die ÖVP: "Wer die politische Entwicklung der 30er Jahre, den Vormarsch des Faschismus, als unruhig abtut, also einer Periode in der es zur gewaltsamen Ausschaltung des österreichischen Parlaments kam, zu Rücktritten im Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof erzwungen durch die christlich-sozialen und austrofaschistischen Machthaber sowie zu Standgerichten, der betreibt Geschichtsfälschung."

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